Das Kleinschenker Treffen 2022

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Liebe Kleinschenkerinnen und Kleinschenker,

ab dem 20. März ist eine Rückkehr zur „Normalität“ in Sicht. Somit können wir Euch eine freudige Nachricht verkünden.
Nämlich, unser Kleinschenker Treffen wird nun nach zwei Verschiebungen, am 09.07.2022 in Baindlkirch in der Gaststätte „Zum Fischerwirt“ stattfinden.
Merkt Euch schon mal diesen Termin und wir hoffen, dass wir uns dort wieder zahlreich treffen und miteinander feiern können.

Weitere Informationen und Details zum Ablauf folgen noch. Bis dahin, bleibt gesund und habt eine gute Zeit.

Viele Grüße von eurem HOG Vorstand

Impressum

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Angaben gemäß § 5 TMG:

HOG Kleinschenk
Schongauer Str. 85
86983 Lechbruck
E-Mail: vorstand(.,äd.,)kleinschenk.de

Vertreten durch:

Vorstandsvorsitzende
Gretel Theil
Tel. 08862/8408

Stellvertretende Vorsitzende
Doris Wagner-Ziegler

Veröffentlicht unter HOG

Taufe in Kleinschenk

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TaufbeckenDas jungvermählte Paar war richtig stolz und glücklich, wenn es in den ersten Monaten nach der Hochzeit bekannt wurde, dass sich Nachwuchs ankündigte. Manch junger Vater wünschte sich als Erstgeborenen einen Jungen als sogenannten „STAMMHALTER“ der Familie, die junge Mutter wünschte sich eine Tochter. Sie solle ihr später  im Haushalt sowie bei Feldarbeiten helfen. Der Sohn solle den elterlichen Hof übernehmen, ihn weiter bewirtschaften oder das Handwerk seines Vaters erlernen und die Werkstatt weiter führen. Nach Monate langen Wartens und Ungewissheit war das Kind da, zur Freude des Vaters oder der Mutter. Nach altem Brauch musste das Kind nach sechs Wochen zur Heiligen Taufe gebracht werden.

1 Taufe
Taufpatinen mit Mutter und Kind (v. links Marianne Folberth, Mutter Inge Dietrich mit Sohn Albert und rechts Christa Balthes) im Kirchenhof zu Kleinschenk am 04.04.1983

Um dieses kirchliche Zeremoniell zu begehen, brauchten die jungen Eltern Taufpaten, welche man aus den Reihen der Anverwandtschaft nahm. Der Vater des Kindes begab sich in den ersten Wochen nach der Geburt des Kindes im Kirchengewand während des Nachtglockenläutens am Samstagabend zum Pfarrhof. Der Vater meldete die Taufe des Kindes an. Eine andere Aufgabe des Vaters war auch das „Gevatterbitten“, d. h. Taufzeugen und Taufpaten zu dem festgesetzten Taufgottesdienst einzuladen. Die Zusage der Taufpaten, die nicht abgelehnt werden durfte, hatte große Bedeutung für die Eltern. Es war eine Ehre und Pflicht dem Kinde und den Eltern gegenüber, das christliche Versprechen einzuhalten.

Die Taufe des Kindes vor der Kriegszeit wurde in der Vesper abgehalten, später wurde die Taufe in den Hauptgottesdienst am Sonntag oder am zweiten Tag von Feiertagen (Ostern, Pfingsten) verlegt. Die Taufpaten gingen zum Gottesdienst und die Goden (Taufpatinnen) in festlicher Tracht begaben sich in das Elternhaus des Kindes mit dem Taufgeschenk. Die Geschenke bestanden aus Gegenständen, Kleidung, Schmuck oder Geld, die zusammen mit einer Flasche Wein oder auf einem Teller mit 10 Eiern und einem Stück Butter (250 g) übergeben wurden. Zusammen begab man sich zur Kirche, wartete auf dem Kirchhof sowie unter der Orgelempore, bis die Kirchengemeinde das Tauflied gesungen hatte.

Bei der ersten Strophe des Liedes wurde das Taufbecken von einem festgelegten Schuljungen aufgedeckt. Bei der zweiten Strophe traten die Taufpaten hervor, begleiteten das Kind und die Taufpatinnen zum Taufbecken. Das Taufkind wurde von der ältesten Patin zur Taufe getragen sowie über dem Taufbecken gehalten. Die Mutter des Kindes blieb an der Kirchentür stehen, später wurde sie auch zu der Taufe hinzugelassen. Der Vater des Kindes saß auf seinem Platz in der Kirche, um von dort den Verlauf der Taufe zu betrachten. Einige Jahre vor dem Großen Exodus der Kleinschenker durften die Eltern zusammen mit den Taufpaten zum Taufbecken schreiten.

2 Taufe 3 Taufe

Eltern und Taufpaten in der Kirche

Zum Taufbecken voran schritt der älteste Taufpate. Während der Taufhandlung hielten die Taufpaten ihre Finger (Zeige- und Mittelfinger) der rechten Hand über den Kopf des Kindes, währenddessen der Pfarrer das Kind mit Wasser taufte. Nach der Taufhandlung und der dritten gesungenen Strophe des Taufliedes verließ man das Taufbecken. Beim Hinausgehen aus der Kirche wurde das Kind von der jüngsten Gode hinaus- und heimgetragen. Der jüngste Taufpate hatte dafür Sorge zu tragen, sich dem Kirchendiener (Messner/in) sowie dem Schuljungen für ihre geleisteten Dienste erkenntlich zu zeigen. Es wurden ihnen Geldgaben überreicht.

4 Taufe 5 Taufe
Taufpaten links und rechts und in der Mitte die Eltern Inge und Karl Dietrich mit Taufkind Albert – (Fotos von Hermann Folberth)  Das Taufkind und Taufpaten (v. links Werner Valecsky (Pate),
Marianne Folberth mit Taufkind Albert, Christa Balthes (Patin) und Gerhard Brenner (Pate))
 

Nach Ablauf des Gottesdienstes standen die Mutter und Goden mit dem Kind im Kirchhof, wo man die Glück- und Segenswünsche der Kirchengemeinde entgegennahm. Hierbei hatte jeder die Gelegenheit, das Kind anzusehen. Anschließend ging die Mutter mit dem Kind in Begleitung der ältesten Gode zum Empfang des Segens. Wenn es nur jugendliche Goden gab, bat man eine verheiratete Frau aus der Verwandtschaft. Diese Prozession nannte man „zur Kirchen gehen“. Es bedeutete, dass die Mutter nun wieder in die Öffentlichkeit und zur Kirche (Gottesdienst) gehen durfte, was nach der Geburt des Kindes nicht erlaubt war, man nannte es „Em Keindbatt“ (Wöchnerin). Bei dem festlichen Taufmahl nahmen alle Taufpaten (Taufzeugen) mit deren Familien, wenn vorhanden, Freunde und Familienangehörige teil.

Marianne Folberth

Essen & Trinken

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Kleinschenker Hefegebäck, die „Schar“

In Kleinschenk gab und gibt es auch heute noch in den Kleinschenker Haushalten unser typisches Hefegebäck, die sogenannte „Schar“, welche zu jedem Anlass, sei es Verlobung, Hochzeit, Taufe, Feiertage oder Geburtstage gebacken wurde. Es ist ein Gebäck, das jedem Besucher oder Gast in Kleinschenk gut mundete. Viele fanden, dass der Name für dieses Hefegebäck nicht passte, da es sehr gut schmeckte. Es wurde mit sehr viel Sorgfalt zubereitet mit auserlesenen Zutaten, die in jedem Haushalt vorhanden waren. Fehlte der beliebte Büffelrahm, wurde sie vom Nachbarn oder von einem Büffelbesitzer bestellt.

Das Kneten und Backen der „Schar“ war nicht so eine aufwendige Arbeit wie das Schmieren und Falten des Gebäcks. Sie wurde in rechteckigen Backformen gebacken. Gab es eine Hochzeit, wurde die „Schar“ auch in runden Backformen gebacken und am Samstag beim Mittagsläuten von der Braut in Tracht, begleitet von zwei Brautjungfern, zum Pfarrer gebracht.

Mit viel Staubzucker und Blüten wurde sie verziert. Im Winter gab es den grünen Asparagus, der zum Verzieren genommen wurde. Die Stückzahl der gebackenen „Scharen“ hing von der Zahl der geladenen Gäste ab. Jeder freute sich, die warme „Schar“ mit dem warmen, süß gemachten Schnaps vor der kirchlichen Trauung zu essen.

Aus diesen Zutaten wird ein Teig vorbereitet, der abgedeckt und zum Aufgehen (auf das doppelte) gestellt wird. Die Hälfte des Teiges wird nach dem Aufgehen auf dem Nudelbrett aus-gewalkt und mit einem Gemisch von zwei gleichen Teilen Butter (Butterschmalz) und Eigelb bestrichen. Sollte in größeren Mengen gebacken werden, wird das ganze Ei genommen.

REZEPT zum selber backen:
1 kg  Mehl
100 – 120 g Butter
100 – 120 g Zucker
1 Kaffeelöffel Salz
Milch nach Bedarf
Hefe
2-3 Eier (kann auch ohne Ei zubereitet werden)

Zu den gut verrührten Eiern wird die heiße Butter tropfenweise untergerührt, auf den ausgewalkten Teig gestrichen und mit fein gemahlenem Zimt und Zucker bestreut, anschließend zusammengerollt, wieder ausgewalkt und auf ein gefettetes Backblech (30 x 40 cm) gegeben.

Das Ganze nochmals gut gehen lassen, dann mit Rahm, dem man Eidotter zufügt, die Oberfläche bestreichen. Die Backzeit beträgt ungefähr 40 – 50 Minuten, je nach Ofentyp. 1 kg Mehl ergibt zwei „Scharen“ bei Backblechgröße von 30 x 40 cm. Die Butter kann durch Öl oder Margarine ersetzt werden.

„Guten Appetit“.

Marianne Folberth


Wintertraditionen

Schweine schlachten, Wurst machen und auch der große Backtag vor den Feiertagen sind Traditionen die in Siebenbürgen gepflegt wurden. In der Vorweihnachtszeit wird auch heute noch in Siebenbürgen das Schwein geschlachtet und Wurst gemacht. Das „Wurst machen“ war eines der wichtigsten und interessantesten Vorgänge bei so einer Schweineschlacht. In der Früh um 6 Uhr klingelte der Wecker. Das Feuer unter dem großen Wasserkessel wurde angezündet damit das Wasser rechtzeitig heiß wurde. Um 7 Uhr kam der Schlachter, der meistens ein Mann aus dem Dorf war, der sich mit dem schlachten auskannte, und dann wurde gemeinsam gefrühstückt.

An diesem Tag gab’s bei uns zu Hause immer Schmalzbrot (Fatbruit) und einen warmen Schnaps dazu. Nach dem Abstechen ließ man das tote Schwein noch ein paar Minuten liegen damit das Blut alles ausfließt. Dann wurde es in einen Holztrog gelegt und mit heißem Wasser überbrüht. Vier starke Männer drehten das Schwein mit Hilfe von dicken Eisenketten auf alle Seiten, dann nahmen sie kegelförmige Schabglocken (Schallen) zur Hand, um die Borsten abzuschaben. War das Schwein sauber, legte man es auf eine bereitgelegte Strohunterlage, deckte es mit weiterem Stroh ab und zündete es an. War das herrlich! Die Kinder hatten ihren Spaß daran, das Schwein lichterloh brennen zu sehen, und die Erwachsenen konnten sich die Hände schön wärmen, denn meistens war es ja bitter kalt. Nun wurde das abgeflammte Schwein nochmals gründlich mit kaltem Wasser gewaschen, abgebürstet und auf sauberes trockenes Stroh gelegt, wo es dann in zwei Hälften zerlegt wurde. Mit rot gefrorenen Nasen warteten wir auf ein Stückchen Ohr oder Schwänzchen vom braun abgeflammten Schwein. Der Schlachter steckte das Messer in den Nacken des Tieres und bevor er hier weitermachte wurde erstmal eine kleine Verschnaufpause eingelegt. Der Vater brachte Glühwein und man trank af en däcken Bauchen (dicken Speck) und wünschte, man möge ihn gesund verzehren.

Speck war eben sehr wichtig im Haushalt. Ob am Arbeitsplatz oder auf dem Feld, geräucherter Speck mit Brot und rotem Zwiebel aß jeder Siebenbürger Sachse gern. Während die Männer im Hof beschäftigt waren, mussten die Frauen die Därme für die Wurst vorbereiten. Die noch warmen Därme wurden entleert, gewaschen und dann gekratzt. Mit dem Messerrücken wurde die äußere Haut entfernt, dann wurden die Därme mit Salz eingerieben, gewendet und auf dieser Seite ebenfalls mit Salz gut gerieben. Zum Darm-kratzen wurden immer die Omas gebeten, denn sie konnten es besser als die jungen Frauen und Töchter, die es noch lernen mussten. Das Kleinfleisch zusammen mit ein bisschen Bauchspeck wurde gemahlen und nach Geschmack mit Salz, gemahlenem Pfeffer, süßem Paprikapulver und klein gehacktem Knoblauch gewürzt. Diese Masse wurde dann gut durchgeknetet und in einer Pfanne wurde eine Kostprobe gebraten. War diese in Ordnung konnte mit dem „Wurst machen“ begonnen werden. Auch dieses war reine Handarbeit. Früher benutzte man eine einfache Blechspritze dafür, später dann, gab es die moderne „Wurst Maschine“. Ein Metallzylinder wurde an die Tischplatte festgeschraubt, das Hackfleisch eingefüllt, und durch leichtes drehen an einer Kurbel wurde dieses in den Darm gepresst. Hier durfte man nicht vergessen mit einer Nadel die Luftbläschen aufzustechen, damit die Luft aus den Därmen entweichen konnte. Die fertige Bratwurst wurde dann über Nacht auf eine Stange in den Keller aufgehängt, damit das Wasser abtropfen konnte. Am nächsten Tag brachte man einen Teil davon zum räuchern in eine Räucherkammer.

Bevor es die Gefriertruhen gab, wurde ein Teil vom Fleisch gebraten und zur Konservierung in Einmachgläser gelegt und mit Fett übergossen. Dies geschah auch mit einem Teil der Bratwurst. Der andere Teil des Fleisches wurde geräuchert. Sehr schmackhaft war die Kochwurst, eine aus grob gemahlenem und gekochtem Fleisch mit Speckschwarte, Zwiebeln und Gewürzen in Dickdarm abgefüllte Wurst. Die Leberwurst wurde aus gekochter Schweineleber, fettem Fleisch, Speck und Zwiebeln zubereitet. Alles zusammen durch den Fleischwolf mit feiner Siebscheibe gedreht, gewürzt und in kleine Gläser oder in Darm gefüllt. Das gab einen schmackhaften Brotaufstrich. Für die Presswurst (Presssack) wurde der Kopf und die Kienbacken gekocht, klein geschnitten und in den gereinigten Magen eingefüllt. Danach noch mal aufgekocht und zwischen zwei Brettern, mit einem Stein beschwert, gepresst. Auch Blutwurst wurde in manchen Häusern hergestellt.

Die beiden Speckhälften wurden eingesalzen und mussten etwa vier Wochen im Keller gelagert werden, ehe sie geräuchert wurden. Je nach Bedarf konnte eine Hälfte ungeräuchert bleiben, mit süßem Paprikapulver eingeschmiert, und in die Kammer zum Verzehr aufgehängt werden. Einige Leute ließen ihre geräucherten Speckhälften im Speckturm in der Kirchenburg aufbewahren. Eine besondere Spezialität war der so genannte „Kaiserspeck“. Der dünne Bauchspeck wurde kräftig mit Paprika und Knoblauch gewürzt, mit Krautsuppe überbrüht und geräuchert.

Die dünnern Speckteile vom Bauch und das Schmer (Bauchfett) wurden in kleine, etwa 2cm große Würfel geschnitten und zum braten vorbereitet. Wenn noch genügend Zeit war, konnte man das auch noch am gleichen Tag machen. Die Speckwürfel wurden gebraten, leicht ausgepresst und somit entstanden die herrlichen Grieben (Grammeln). Das übrig gebliebene heiße, flüssige Fett wurde in spezielle Emailgefäße (Fattbiss) abgesiebt. Kaltes Fett wurde übers ganze Jahr als Brotaufstrich verwendet, und früher wurde auch damit gekocht.

Trotz der vielen Arbeit, die so ein 200-Kilo-Schwein mit sich brachte, kam es am Abend oft zu einer kleinen Familienfeier. Die Helfer, der Schlachter und noch einige Verwandte waren dabei. Und die Verwandten die nicht dabei waren bekamen am nächsten Tag auch ein bisschen Fleisch und frische Wurst zum kosten. Für uns Kinder war es immer ein tolles Erlebnis.

Wenn nun die frischen Würste in der Kammer hingen, der Speck und das Fleisch zum Einsalzen im Keller lagen und das Sauerkraut in der Bütte gärte, trafen Mutter und Großmutter Vorbereitungen für den großen Backtag. Einen bis zwei Tage vor Heilig Abend wurde der Backofen mit Holz angeheizt. Ich stand voller Bewunderung neben Mutter uns staunte, wie sie die großen Teigberge sicher auf den Herd „schoss“. Nach zwei Stunden wurden riesige vier Kilo Brote herausgeholt, die in den nächsten Tagen auf ihren Verzehr warteten. Anschließend wurde Scharr, Hanklich und Nussstriezel gebacken, typisch siebenbürgisches Feiertagsgebäck.


 

Natürlich waren wir Kinder an diesem Tag ausnahmsweise nicht beim Schlittenfahren. Wir hielten uns in der Nähe des Backofens auf, oder spielten vor dem Tor auf der Straße. Wir konnten es kaum erwarten, bis die erste Scharr duftend aus dem Ofen gezogen und noch glühend, mit Puderzucker bestreut, an die Herumstehenden verteilt wurde. Es schmeckte wirklich fabelhaft nach frischer Büffelrahm, Eiern und Vanille.

Nun liebe Kleinschenker, solltet Ihr Eure Wurst noch nicht gemacht haben, hier ein Vorschlag wie die „Briotwurscht“ in Kleinschenk gemacht wurde und zum Teil noch gemacht wird:

Etwa 80% Schweinefleisch, 20% Schweinespeck, dies durch den Fleischwolf mit mittelgroßer Scheibe treiben. Die Masse wird abgewogen wobei zu einem Kilo Wurstfleisch 25g jodfreies Salz hinzugefügt wird. Die anderen Gewürze: wie fein gehackter Knoblauch, gemahlener Pfeffer, Paprikapulver, werden nach Geschmack beigemischt. Hat man die obengenanten Zutaten zum Fleisch gemengt wird alles gut vermischt und geknetet solange bis die Masse nicht mehr an den Fingern klebt. Nun wird dass Mett anhand von einer Wurstpresse in Dünndärme vom Schwein gepresst. Hier sollte man nicht vergessen die Därme mit einer Nadel anzustechen, damit die Luft entweichen kann. Die Bratwurst kann nun, wie der Name es uns schon sagt, gebraten werden oder sie wird geräuchert und luftgetrocknet für den Rohverzehr aufbewahrt. Viel Spaß und einen guten Appetit!

Sollte jemand schöne Bilder vom Schweineschlachten im Winter haben, bitte schickt mir sie zu, für unsere Bildergalerie. Wir beabsichtigen eine Bilder CD von Kleinschenk zu machen, und dafür brauchen wir Eure schönsten Bilder von zu Hause. Die Originale bekommt Ihr selbstverständlich wieder zurück.


Die Kleinschenker Schnapsbrennerei

Die Siebenbürger Sachsen essen gerne geräucherten Speck, Brot und je nach Jahreszeit Zwiebeln oder junge Lauchzwiebeln. Dazu wird Schnaps gereicht, der im Siebenbürgischen einfach Pali heißt und aus landestypischen Früchten hergestellt wird.

Die Kleinschenker brannten ihren Schnaps hauptsächlich aus Pflaumen, Äpfel und Birnen. Aber es wurde auch noch aus Traubentrester und aus Weinhefe Schnaps gebrannt. Das reife Obst wurde eingesammelt, zerkleinert und bis zum brennen in großen 400 – 600 Liter Holzfässern aufbewahrt. Zum zerkleinern der Äpfel und Birnen gab es meist selbst gebaute kleine Mahlmaschinen. Bei uns zu hause war es der gute alte Rübenmahler (Rübenmühle).

FaesserDie großen Holzfässer wurden schon vorher sauber gewaschen und geschwefelt. War eines undicht wurde es über mehrere Tage mit Wasser durchgeschüttelt damit das Holz von innen aufweicht und die Risse wieder schließt. Notfalls wurden auch noch die äußern Eisenringe festgeklopft. Wenn das Fass sauber und dicht war wurde eine Schwefelstange reingehängt, die für die Entkeimung der Fässer sorgte. Dann wurden die Fässer an einen Platz gestellt wo es übern Winter nicht so kalt war. In den Stall oder in den Keller. Nun wurde das zerkleinerte Obst eingefüllt bis das Fass voll war, dann wurde es geschlossen. Das Obst fing an zu gären und wurde zu Maische (Borhot). Um die Maische in klaren Schnaps umzuwandeln musste man zur Schnapsbrennerei. Die Schnapsbrennsaison in Kleinschenk war von Januar bis März, und im Herbst vor dem neuen Obst, konnte noch einmal gebrannt werden. Ein Termin wurde vereinbart und das Holz wurde vorbereitet. Die nun schweren Holzfässer mussten aus dem Keller raus und zur Schnapsbrennerei gebracht werden.

Dies war keine leichte Arbeit. Mit einer Spezialleiter und mit Seilen rollten die zur Hilfe gekommenen Männer die Fässer aus dem Keller und weiter auf einen Pferdewagen oder Traktoranhänger. Um sich die Arbeit zu erleichtern und weil die Holzfässer immer seltener wurden schafften sich die Leute kleinere 140 Liter Fässer aus Kunststoff an. Diese waren wesentlich leichter und auch besser zum transportieren. Die Fässer mit der Maische und das Holz mussten schon vorher in den Hof der Schnapsbrennerei gebracht werden. Hier musste jeder seine Reihe einhalten. Der wo als nächster an der Reihe war wurde früh genug verständigt damit er seine Fässer auf die Rampe vor der Brennerei rollen konnte und das Holz griffbereit machte. Die braune Obstmaische wurde mit Eimern in einen großen Bottich gelehrt, mit Wasser verdünnt, damit sie später nicht anbrennt, und dann wurde der große Kupferkessel gefüllt. Der große Kupferdeckel wurde aufgesetzt und mit Maisbrei alles gut abgedichtet.

Nun konnte dass Schnaps brennen beginnen. Das Feuer unterm Kessel durfte nicht zu stark, aber auch nicht zu schwach sein. Die Maische im Kessel musste dauernd umgerührt werden. Das handliche umrühren wurde später durch ein Rührwerk mit Motor ersetzt. Neben dem Kupferkessel stand ein kleinerer Behälter mit ständig kaltem Wasser gefüllt. In diesem Behälter war ein Kupferrohr in Form einer Spirale eingetaucht dessen Ende unten am Behälter rausschaute. Das andere Ende war mit dem Deckel auf dem Brennkessel verbunden. Damit die Spirale auch immer schön kalt blieb hat man früher große Eisblöcke aus dem Alt geholt, sie zerkleinert, und in den Behälter um die Spirale herum getan. Eine Stunde nach dem aufsetzen des Kessels tropfte schon der erste Schnaps aus der Spirale. SchnapskesselAuch, „Otka“ genannt. Wenn keine Maische mehr da war, wurde der Kessel sauber gewaschen und der gesamte Otka wurde noch mal reingeschüttet. Es begann das sogenannte „Litern “ auch klären genannt. Die ersten 4-5 Liter, der Vorschuss, wurden getrennt von dem andern aufgehoben da er auch Grünspann enthielt. Er wurde von den ältern Leuten als medizinisches Mittel benutzt zum einreiben bei Gelenkschmerzen.

Getestet wurde der Schnaps mit der Feuerprobe. Man schüttete ein bisschen von dem frischen Schnaps auf den heißen Kupferkessel und zündete ihn mit einer Fackel an. Solange der Schnaps noch brannte war er noch gut. Brannte er nur noch schwach oder nicht mehr musste die Maische im Kessel ausgetauscht werden. Und so ging das weiter bis die großen Fässer leer waren. Erschöpft aber zufrieden kehrten die Männer nach meist Stunden langer Arbeit nach Hause. Jeder freute sich, viel Schnaps nach Hause mitzunehmen. Allerdings war dies von der Menge und von der Qualität des Obstes abhängig. Und der Staat bekam auch noch was davon. Von 10 Litern mussten 3 Liter abgegeben werden. Der Schnaps wurde in Kunststoffbehältern, großen Glasflaschen oder kleinern Holzfässern aufbewahrt. Die Schnapsfässer waren aus Maulbeerbaumholz gefertigt. In diesen Fässern bekam der Schnaps eine gelbliche Farbe, und wurde als besonders gut eingestuft.

Die Kleinschenker Schnapsbrennerei besaß zuletzt zwei Kupferkessel die wegen ihrer guten Qualität einen guten Ruf in der Region hatten. Die Brennerei hat nicht immer den gleichen Standort gehabt. So zum Beispiel stand sie ganz früher, vor dem Krieg noch, in der Neugasse auf Hof Nr. 71. Damaliger Besitzer Bertleff Michael (102). Zur gleichen Zeit besaß Kaufmann Andreas(20) einen zweiten Kessel in Kleinschenk der ihn dann auch an Bertleff Michael verkaufte. Danach wechselte sie den Standort auf den Hof von meinem Großvater (72). Als der Kommunismus kam, wurden die Kessel den Kleinschenkern von den Rumänen weggenommen und wurden zum Staatseigentum. Zu Zeiten der LPG (um 1950) brannten die Kleinschenker ihren Schnaps im Saifen auf Hof Nr.31. Nachher kann ich mich noch erinnern war sie im „Latensaifen“ in unmittelbarer Nähe der Viehstallungen. Noch vor der Begradigung des Schenker Baches war sie rechts neben der Weingartenbrücke, und ganz zuletzt im Rübgarten neben dem Haus der Maria Ganea.

Die Brennkessel gehörten der damaligen LPG, waren alt und undicht. Im Jahre1976 kaufte Hans Orendi (59) einen neuen Kessel mit einem Volumen von 370 Liter. Teibrich Michael und Schuster Adolf halfen ihm beim einbauen und installieren. Nach ca. 28 Jahren kamen die Brennkessel nun wieder in den Privatbesitz eines Kleinschenkers. 1978 vor seiner Ausreise nach Deutschland verkaufte Hans Orendi die Brennkessel an Schuster Adolf. Der wiederum verkaufte sie dann an einen Rumänen weiter. Die Schnapsbrennerei blieb auch nach dem Verkauf den Kleinschenkern für viele Jahre erhalten. Im Herbst 2006 erreichte mich dann die traurige Nachricht, der große Kessel sei gestohlen, und aus Kleinschenk verschleppt worden. Eine Zeitung soll berichtet haben, dass der Kessel vom eigenen Besitzer gestohlen wurde. Welches der Grund dieser Aktion war werden wir wohl nie erfahren. Ein trauriges Ende einer langen Tradition.

Sollte jemand schöne Farbfotos zu diesem Beitrag haben, bitte meldet Euch.

Guido Frank

 

Festtage

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Der Palmsonntag und das Osterfest

Der Palmsonntag war der Sonntag an dem in Kleinschenk die Kinder der achten Klasse konfirmiert wurden und somit einer der feierlichsten Gottesdienste des Kirchenjahres.

Am Vortag trafen sich die Konfirmanden beim Pfarrer, um für den erteilten Konfirmationsunterricht zu danken. Jeder brachte als Geschenk 10 Eier mit. Im Hinblick auf ihre erste Teilnahme am heiligen Abendmahl, das am Palmsonntag nach dem Gottesdienst stattfand, baten sie den Pfarrer als auch ihre Taufpaten um Verzeihung.Der Palmsonntag war gewissermaßen das Tor zur Karwoche und leitete in die stillen und zur Besinnung mahnenden Tage über. Schon am Gründonnerstag wurde in allen Häusern Brot und Schar (Hefegebäck) gebacken. Die Häuser und der Hof wurden sauber gemacht. Der Karfreitag war ein Feiertag mit Abendgottesdienst, ein Tag an dem in den meisten Familien gefastet wurde.

Das Osterfest fällt in jedem Jahr auf ein anderes Datum. Der Grund, warum sich der Termin jedes Jahr verschiebt, sind die Mondphasen. So wurde im Jahre325 auf dem ersten Ökumenischen Konzil in Nikäa in der heutigen Türkei beschlossen, dass dieses Fest zur Auferstehung Christi genau an dem Sonntag stattfinden soll, der auf den ersten Vollmond nach Frühlingsbeginn folgt.

Das Ei, das heute ein Symbol für die Auferstehung Christi ist, und der Hase haben eine noch längere Geschichte. Schon in vorchristlicher Zeit kam dem Ei bei fast allen Völkern der Erde besondere Bedeutung zu. Es galt allgemein als Sinnbild der Fruchtbarkeit und des neuen Lebens. Auch die Sitte, Eier zu verzieren und zu verschenken, ist keine neumodische Erfindung. Schon die Babylonier, Inder und unsere heidnischen Vorfahren beschenkten sich anlässlich ihrer Frühlingsfeste mit bemalten Eiern. Die Germanen färbten sie beispielsweise rot und gelb. Rot zu Ehren des Donnergottes „Donar“, der im ersten Gewitter die Winterriesen vertreiben sollte. Mit gelben Ostereiern wollten sie ihrer Frühlingsgöttin „Ostara“ eine Freude machen.

Der Sage zufolge wurde nach ihr auch das Osterfest benannt. Der Hase war das heilige Tier der Ostara, und galt als Fruchtbarkeitssymbol. Dass der Osterhase die Eier in die Nester der Kinder legte, lag vielleicht daran, dass sich die Hasen zur Osterzeit vermehrt um die Dörfer herumtrieben um in Gärten nach Kohlstrünken und vergessenen Rüben zu suchen. So konnte man den Kindern erzählen, dass es die Hasen seien welche die Eier bunt anmalen und verstecken.

In Kleinschenk wurden die gekochten Eier nicht nur mit künstlichen Farben, sondern auch noch mit natürlichen Farben gefärbt. Sehr beliebt war der rotbraune Farbton der gekochten Zwiebelschalen. Die Eier wurden zusammen mit kleinen Blättern aus dem Garten in Seidenstrümpfe eingebunden und in das kochende Wasser mit den Zwirbelschalen getan. Das ergab ein schönes Muster. Am Samstag holten die Kinder Moos aus dem Wald und bauten sich ihre Nestchen in den Garten. In der Nacht zum Ostersonntag legte der „Osterhase“ seine bunt gefärbten Eier, die Süßigkeiten und das Parfüm Gläschen hinein. In fast allen Häusern gab es an den Osterfeiertagen den Lammbraten mit Kartoffelsalat. Waren die Lämmer jedoch zu klein zum schlachten, gab es einen saftigen Schweinsbraten.

Am Nachmittag des ersten Ostertages gingen die Jungen Gruppenweise zu den Mädchen zum „bespritzen“. In der neuern Zeit wurde mit Parfüm bespritzt. Früher gingen die Burschen mit Wasser. So geschah es manchmal das der Trog am Brunnen geleert, und die Brunneneimer entfernt wurden, damit sie kein Wasser mehr fanden. Versteckten sich die Mädchen und wurden dann von den Burschen gefunden, bekamen diese die doppelte Menge Wasser. Verheiratete Männer waren beim bespritzen vorsichtiger. Und bei den Schuljungen, die zu ihresgleichen bespritzen gingen, verlief auch alles friedlicher. Nach einem kurzen Aufenthalt und einem Gläschen Schnaps und etwas Kuchen ging man dann zur Nächsten. Die Schuljungen bekamen statt Schnaps gefärbte Eier.

Meistens hatte einer ein Akkordeon oder eine Ziehharmonika dabei dann wurde gesungen und richtig Stimmung gemacht. Das dauerte meistens den ganzen Nachmittag. Am Abend versammelte man sich meist in einem leer stehenden Haus und unterhielt sich je nach Stimmung bis in die Nacht hinein. Am zweiten Ostertag gingen in Kleinschenk die Mädchen „bespritzen“. Und wehe einer hatte am Vortag zu viel Wasser geschüttet, so konnte er von den Mädel’s keine Gnade erwarten.


Der 1.Mai

Der 1. Mai in Kleinschenk war im wahrsten Sinne des Wortes ein Feiertag. Groß und Klein freuten sich auf den 1. Mai weil überall gefeiert wurde. Schon in der Früh um 6 Uhr kletterten Hans Albert und seine Musikanten auf den gelben Berg (Gielereich) und weckten die Leute mit ihren Klängen. „Der Mai ist gekommen“ verkündeten sie, und schmückten ihre Mützen oder Blasinstrumente mit frischem grünem Eichenlaub. Nach dem Ständchen auf dem Berg kehrten sie durch den Garten von Hans Langer wieder ins Dorf zurück. Das erste Ständchen war immer, soweit ich mich erinnern kann, vor dem Haus von Hans Langer. Dieses war ein besonderes Ständchen, denn es galt seiner Tochter, der Erika. Sie hatte das Glück an ihrem Geburtstag immer von der Blasmusik geweckt zu werden. Nach einer kleinen Verstärkung mit warmem Schnaps und Krapfen mussten die Musikanten weiter um im ganzen Dorf den Mai zu verkünden. Sie marschierten von Straße zu Straße, und an jeder Ecke hielten sie an und spielten ihre traditionellen  Mailieder.

Immer wieder wurden sie von den Leuten mit einem Gläschen Schnaps und Kuchen bedient. Es gab Stationen die man auf keinen Fall vergessen durfte. Den Pfarrer, den/die Lehrer/-in und den Bürgermeister wenn er aus dem Dorf kam. Hier blieben sie länger als sonst. Sie wurden in den Hof eingeladen wo sie dann auch ein paar Lieder mehr spielten. Während die Bläser bis so um die Mittagszeit durch das Dorf marschierten, bereiteten die Leute ihre Maifeier vor. Überall wurden die Lämmer geschlachtet und das Fleisch wurde für’s Mittagessen vorbereitet. Bei den meisten gab es am Mittag die Lammfleischsuppe (Ciorba de miel), und nachher gegrilltes Lammfleisch oder „Ciaon„, eine Art Kesselgulasch mit Kartoffelsalat. Gefeiert wurde in mehreren Gruppen. Die Erwachsenen und die Jugend waren in mehrere Kränzchen aufgeteilt, und bei den Schulkindern bildeten mehrere Klassen kleinere Gruppen.

Die Kinder feierten meistens bei jemandem zu Hause, damit diejenige Mutter ihnen das Essen machen konnte. Bei schönem Wetter ging man am Nachmittag ins Grüne. Die beliebtesten Orte waren zu meiner Zeit „Die Quelle“ oder der gelbe Berg(Gielereich).  Einige fuhren mit den Fahrrädern zum Heilbad nach Rohrbach, nach Voila  zum Bach oder zum Complex nach Simbata. Am Abend, wenn alle wieder zurück waren, wurde weiter gefeiert und getanzt, bis in die Nacht hinein. Ein weiterer Brauch in Kleinschenk, waren die schönen hohen Maibäume (Birken), die die Burschen ihren Freundinnen (Lefkern) in der Nacht zum 1. Mai vor das Haus aufstellten.

Nach Verhandlungen mit dem Förster, durften die Burschen die 4-6 m langen Birken am Vortag aus dem Wald holen. Sie fuhren sie in eine leere Scheune wo alle unteren Äste (bis auf die Spitze) abgesägt wurden. Späht in der Nacht fuhren sie dann vor die Häuser der Mädchen, schlugen Löcher, und setzten den Stamm der Birke fest in die Erde. Am nächsten Morgen dann die Überraschung. Nicht alle Mädchen hatten einen Maibaum. Einige waren enttäuscht. Die andern aber, waren froh und stolz auf ihren Baum. Und auch auf ihren Schatz. Es war eine schwere Arbeit. Aber jeder Fleiß hat auch seinen Preis. Als Belohnung organisierten die Mädchen, die einen Maibaum bekommen hatten eine Feier (Das Ausschenken), und luden alle Burschen die beim aufstellen der Maibäume dabei waren zum Ausschenken ein. Nachdem der Maibaum einige Wochen vor dem Haus stand und getrocknet war, durfte der Vater ihn wieder wegräumen. Ein schöner Brauch an den wir uns immer gerne zurückerinnern.  


Der Verheirateten Ball (Der Froinderden Ball)

Wie in vielen sächsischen Ortschaften, wurde auch in Kleinschenk zur Faschingszeit zum Verheirateten Ball geladen. Er wurde abwechselnd von den beiden Nachbarschaften veranstaltet. Ein kurzes Theaterstück wurde in den Monaten vorher schon einstudiert. Es wurde fleißig geprobt bis zur Generalprobe, die dann am Samstagnachmittag im Saal (Kulturheim) für die Kinder stattfand. Zwei Tage vorher schon musste der Saal geheizt werden und dafür gingen die Männer von Haus zu Haus um Holz zu sammeln.

Am Abend als die schon lange vorbestellte Musikband eintraf, spielte sie vor dem Saaleingang das traditionelle Ständchen und lud somit zum Ball ein. Früher durften nur die verheirateten zu diesem Ball und es war erwünscht in Tracht zu erscheinen. Mit der Zeit dann konnten auch die Jugendlichen aus dem Dorf und noch später durften sogar Verheiratete auch aus andern Ortschaften kommen.

Um 20 Uhr begann die Theatervorstellung. In den zwei kurzen Pausen heizte die Band mit ihren Klängen die Leute schon auf und bereitete sie auf den Tanz vor. Nach dem Theaterstück wurden die Bänke und Stühle zur Seite gestellt und die Tanzfläche wurde mit fein geriebener Seife oder Leinenkörnern bestreut damit die Schuhe besser rutschen. Nach ein paar Tanzrunden war es endlich so weit. Alle Trachtenpaare standen aufgestellt und warteten auf den Marsch. Die Tanzfläche wurde frei gemacht und dann kamen sie hereinmarschiert durch die Mitte des Saales, zuerst zu zweit, dann zu viert und dann zu sechst. Ein herrliches Bild dieser Aufmarsch, der Höhepunkt des Abends.

Nach Mitternacht gab’s Verstärkung für den Magen. Die Tische wurden aufgestellt und jeder konnte sein, von zu Hause mitgebrachtes Essen mit seinen Nachbarn teilen  und genießen.
Meistens gab’s kalten Schweinebraten und Wurst mit frisch gebackenem Kartoffelbrot, Gurken oder Sauerkraut. Der ein oder andere brachte den Topf mit Krautwickerln oder warme Wiener Würsten mit. Für gute Stimmung sorgte der kühle Wein aus unsern Weingärten.

Nach dem Essen wurden einige Tische wieder abgeräumt und mit tanzen und singen ging’s weiter bis in die frühen Morgenstunden. Am schwersten hatten es die Adjuvanten. Die mussten nämlich am nächsten Tag, am Sonntag um 14 Uhr für dem Maskenball der Kinder spielen. Jede Mutter hatte sich Mühe gegeben dass ihre Kinder die schönsten Masken hatten. Die Väter tauchten meistens später im Saal wieder auf. Aber zu mindest hatte der ein oder andere eine Flasche Wein für die Musikanten dabei. Mit Blasmusik und vielen schönen Masken ging der Kinderball für jung und alt um 20 Uhr zu ende.

Es war jedes Mal ein schönes Ereignis, als Kind, in der Jugendzeit und auch als Adjutant!

Guido Frank

(Liebe Landsleute sollte irgendwas nicht ganz stimmen an der Geschichte, dann bitte meldet Euch bei mir. Wir können jederzeit etwas löschen oder beifügen. Sollte jemand schöne Farbfotos zu diesem Beitrag haben, bitte meldet Euch. Wir möchten eine Bildergalerie von unserem Dorf erstellen und dafür brauchen wir Eure Fotos und Eure Unterstützung)

Gedichte

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Kleinschenk  (von Sofia Theil, geb. Essigmann)
 
Kleinschenk, mein liebes Heimatdörfchen,
das einst die Kette sächsischer Häuser umschloss.
Nun ist sie zerrissen, geblieben sind Stücke bloss.
Verdunkelte Strassen, kein Lichtstrahl mehr.
Viele Häuser stehen leer.
Mancher kann sagen: Dies war einst mein Elternhaus;
doch wo die Mutter ging ein und aus,
schauen fremde Menschen zum Fenster heraus.

Nur unsere alte Kirchenburg, die steht noch fest,
obgleich das Sachsenvolk sie verläßt.
Sie ist über sechshundert Jahre alt,
und man nennt sie „die Wacht am Alt“.
Sie hat uns gedient als Feindeswehr.
Auch du, mein liebes Kirchlein – und das Pfarrhaus,
ihr bleibt eines Tages leer.

Wo ist unsere Heimat

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Karte Bevoelkerung Siebenbuergen kleinWo ist unsere Heimat, frug mich mein Kind,
ist sie dort, wo wir geboren sind?
Ist sie dort, wo wir unsere Jugend verträumt,
oder in der Stadt von Bergen umsäumt?
Nein, sprach ich, wo ihr geboren, waren wir Gäste,
fremd war uns das Volk und fremd seine Feste.
Wo eure Kindheit so sorgenlos,
auch dort sind wir nur Gäste bloß.
Die Wurzel, die euch und uns verband,
sie liegt im Siebenbürgerland.
Das Volk der Sachsen sind eure Ahnen,
die einst aus deutschen Landen kamen.
Dort ist eure Heimat, dort unter der Zinne
liegt das schöne Kronstadt, und manche Ruine
kündet der Väter tapfere Wehr,
zum Ruhme des Volkes und euch zur Ehr.

Amalie Teutsch – Wien, am 28. Mai 1937

Begriffe wie Identität oder Zugehörigkeit verlieren ausgerechnet in Deutschland ihre Bedeutung – dem Land das die Sachsen vor jeher als ihr Mutterland betrachten. Hier werden sie völlig unerwartet, mit einem andern, gespaltenen oder zumindest vorsichtigen Deutsch sein konfrontiert.

Liebe Leser und Kleinschenker!

Es liegt mir sehr am Herzen Ihnen ein paar Worte zu einem besonderen Anlass zu schreiben. Eine Heimat zu haben und dort in der Gemeinschaft verankert zu sein, zählt zu den Grundbedürfnissen eines jeden Menschen. Dies wissen vor allem diejenigen Siebenbürger und Kleinschenker die nach dem zweiten Weltkrieg aus ihrer vertrauten Umgebung gerissen worden sind und durch Verschleppung zur Zwangsarbeit nach Russland oder von seinem Eigentum enteignet oder vertrieben worden ist. Nach der Nachkriegszeit in Siebenbürgen und am meisten in den Gemeinden und Dörfer Siebenbürgens, waren die verschiedenen Feste, ein besonderer Anlass, um die tiefe Verbundenheit zum Gemeinschaftsleben zu betonen und fest zu halten. Heute sind unsere Siebenbürger Sachsen in alle Himmelsrichtungen verstreut und es gibt sie auch weiterhin die tiefe Verbundenheit mit ihren heimatlichen Wurzeln um die Erinnerung daran wach zu halten. Unsere Vergangenheit begleitet uns täglich denn sie hat uns auf Grund durch verlassen unserer Heimatorte, mit unseren Erfahrungen, Erlebnissen und Erkenntnissen geformt. Wir erinnern uns oft an vergangene Situationen, sprechen von Gestern, von Früher, wir hadern, trauern und sehnen uns nach schönen Erlebnissen. Wir wissen, dass wir – offiziell – nichts an unserer Vergangenheit ändern können dass es nun so geschehen ist. Trotzdem schweifen wir mit unserem Bewusstsein wieder in die Vergangenheit. Die Emotionen und Gefühle die mit Erinnerungen verbunden sind haben und geben uns viel Kraft.

Liebe Leser und liebe Kleinschenker, so ein Erlebnis aus unserer Vergangenheit möchte ich in Ihnen wachrufen. Man schrieb das Jahr 1969, ein Jahr wie jedes andere nicht auszuschließen die Höhen und die Tiefen in unserem Dorfleben in Kleinschenk. Es erfüllen 40. Jahre seid diesem großen Ereignis. Wir alle die zu der Zeit in unserer Heimatgemeinde lebten, durften uns gemeinsam auf das Erlebnis freuen. Sie werden jetzt innehalten und nachdenken. Was war in diesem Jahr 1969? Was war das Besondere? Vielleicht haben Sie es vergessen oder es kommt Ihnen nicht in den Sinn. Ist diese Erinnerung schon verblasst? Nein, sie lebt noch in unseren Herzen und Gedächtnis weiter. Dieses Fest war lange Zeit das Gesprächthema Nr. 1. in unserer Kirchengemeinde. Liebe Leser und liebe Kleinschenker, der Peter und Paulstag 1969 war mit einem großen Fest verbunden. Man hatte schon Monate im Voraus geplant, besprochen, gesucht und festgestellt man müsste dieses Fest nach 20 Jahren Auszeit wieder wachrufen. Mein Großvater Karl Kauffmann Nr. 85, („Karlonkel“, „Notarres“ oder „Herr Notär – Notar“) wie man ihn nannte, war in der Zeit als Kurator in unserer Kirchengemeinde Kleinschenk ehrenamtlich tätig.

Zusammen mit Herrn Pfarrer Gerhard Binder und dem gesamten Presbyterium versuchten sie einen alten Brauch wieder zu beleben. Die Vorbereitungen zu diesem Fest waren auch mit ein paar Schwierigkeiten verbunden. Die Beschaffung der beiden Eichenstämme die schön und grade sein sollten aber nach langer Suche und durchforsten der Kleinschenker Wälder wurden sie mit Hilfe des damaligen Förster gefunden. Sie wurden ins Dorf transportiert wo die Eichenrinde dann von bereitwilligen Männern und Burschen abgeschält wurden um einen glatten Stamm zu erhalten. Ein anders Problem war die Fertigung der Skelette von den Kronen das aus Eisen bestand. Dies erfolgte mit Hilfe von Andreas Schneider Nr. 91. Das Eichenlaub und die vielen Wiesenblumen wurden von den Schulkindern und Jugendlichen gepflückt und zu den Kronen gebracht, wo am nächsten Tage das Binden stattfand. Dies geschah mit Hilfe der Mütter und jungen Frauen der Gemeinde. In der Zeit als die Kronen gebunden wurden hatten die Burschen und junge Männer mit dem Ausheben der Gruben (Löcher) für die beiden Kronen zu tun. Nach Bewältigung dieser Arbeiten wurde die Spannung und die Emotionen immer größer, man fragte sich ob die beiden Kletterer es auch schaffen würden auf die glatten Stämme raufzuklettern? Dieses Fest war ja für viele Kleinschenker eine Sensation und ein jeder wollte sein Bestes geben. Auch wir Jugendliche waren so voller Tatendrang und halfen überrall mit.

Nach Aufstellung der beiden Kronen am Sonntag den 29. Juni 1969, verbunden mit viel Spannung und entgegenfiebern des Festes war es nun so weit. Als ich den Kirchenhof in Kleinschenk betrat, die vielen Jugendliche sah, bot sich mir ein schönes Bild das bis heute fest in meinem Herzen verankert hat. Die Burschen sowie die Mädels waren in den schönen schwarz-weißen Trachten mit den gestickten Schürzen und Samtleibchen erschienen. Welch ein herrliches Bild! Nach Beendigung der Sonntagsandacht war es dann so weit. Die beiden Kletterer Bernhard Kirr Nr. 95 und Hans Schwab Nr. 89. waren so aufgeregt wie auch wir Jugendliche die unter den Kronen tanzten sollten. Aber Gott sei Dank es war geschafft. Ein Fest wurde wieder wachgerufen und mit so vielen Emotionen und Spannungen wurde es ein schönes Fest. Auch der liebe Herrgott hatte mit uns Kleinschenker ein Einsehen. Er beschenkte uns mit einem wunderschönen Sommertag mit vielen Zuschauern von nah und fern sich eingefunden hatten die Sensation am 29. Juni 1969 nicht entgehen zu lassen. Es war für alle Anwesenden ein Anlass zusammenzukommen, sich gemeinsam des ursprünglichen Brauchtums der 20 Jahre nicht mehr gepflegt wurde wieder wach zu rufen. In diesem Jahr erfüllen sich 40. Jahre seid dieses Fest ins Leben gerufen worden war. Wie die Jahre vergehen merkt man erst, wenn man in den alten Familienalben blättert und es sind schon wieder fast 20 Jahre vergangen das dieses Fest in Kleinschenk nicht mehr stattfindet. Im Jahr 1989 wurde das letzte Kronenfest gefeiert vor dem „Großen Exodus“ der Siebenbürger. Ich hoffe liebe Leser und liebe Kleinschenker dass ich Ihnen die Erinnerung an dieses Fest wieder wachgerufen habe. Es sind schöne Erinnerungen und die wollen wir auch weiterhin in unserem Herze behalten, vergessen wir unsere Wurzeln aus Kleinschenk nicht. Weiterhin wollen wir auch die Erinnerung an die „Alte Heimat“ wach halten, wenn auch der Zahn der Zeit an unsrer Geschichte nagt.

In heimatlicher Verbundenheit verbleibe ich mit den guten Wüschen,
Marianne Folberth geb. Kauffmann

 

„Von einem Ort aufbrechen, auf dem Weg zu einem anderen sein – das ist die Geschichte eines jeden von uns.“
(H. D. Thoreau)

 

Die Rede von Karl Kauffmann (Nr. 85) am Kronenfest vom 29. Juni 1969.

Liebe Schwestern und Brüder! Liebe Jugend, liebe Gäste von auswärts!
Mit freudigem Herzen und mit voller Genugtuung können wir heute ausrufen;

„Gott sei Lob und Dank unsere Peter und Pauls – Krone ist wieder erstanden.“

Im Namen des Presbyteriums danke ich in dieser feierlichen Stunde allen aus ganzem Herzen die zur Verwirklichung dieser erhebenden Feier beigetragen haben. Vor allem unserer Jugend und Schulkinder die mit voller Begeisterung an die Arbeit herangegangen sind. Einen herzlichen Dank unseren jungen Frauen die es nicht gescheut haben sich in die Arbeit einzuschalten um die Freude der Kinder zu vergrößern. Es hat wohl Schwierigkeiten gegeben mit der Anschaffung der beiden Eichenstämme. Dem Presbyterium ist es gelungen die Schwierigkeiten zu beseitigen und hat trotzdem sein Ziel erreicht. Einen besonderen Dank gebührt hier für die Fertigstellung der Krone dem Kirchenvater Andreas Theil, den Nachbarvätern Orendi Michael u. Theil Andreas. Ein besonderer Dank aber unserem jungen Nachbar und Mitglied der Gemeindevertretung Andreas Schneider, der die wertvollste Arbeit geleistet hat. Ich kann nicht alle nennen, denn die Reihe wäre zu lang.

Das Gespräch über die Peter und Paulskrone war in den vergangenen Tagen das Hauptthema. Da tauchte immer wieder die Frage auf etwas über den Ursprung dieser Krone zu erfahren und zu sagen. Der Ursprung reicht sehr weit zurück und zwar bis in die Heidenzeit. Damals wurde dieser Tag am 21 Juni gefeiert, am Tage der Sommer Sonnenwende. Ich glaube dieser Brauch hat auch zur körperlichen Ertüchtigung beigetragen. Man muss bedenken das, dass Hinaufklettern nicht eine einfache Sache ist. Mit dem Einzug des Christentums in die deutschen Lande wurde dieser Brauch auch übernommen und wurde als „Kirchliches Fest“ weiter im Leben behalten. Am häufigsten wird sie als Johanniskrone in den meisten Ortschaften unseres Sachsenlandes gefeiert, zum Gedenken an den Geburtstag Johannes des Täufer der auf den 24 Juni fällt. In Kleinschenk wird dies Fest zu Ehren der 2 Apostel, Peter und Paul gefeiert den 29 Juni.

Liebe Festversammlung, wie ich schon erwähnt hatte war das Hauptgespräch des Tages unsere heutige Feier. Es gab ein Dafür und Dagegen der Wiedereinführung des heutigen Festes. Die kirchliche Leitung vertrat hier den Standpunkt, dass die Einführung und Beibehaltung, alter Traditionen, Sitten und Bräuche „Schlingen ein einigendes Band um alle seine Burgen“. Diese Sitten und Bräuche sind der Halt der uns noch enger zusammenschließt und zusammenhält. Sie schärfen dass Zusammengehörigkeits-Gefühl. Dies ist der Zweck der Aufrechterhaltung unserer Sitten und Bräuche. Dass sie diesen Zweck erfüllen bezeugt die Tatsache dass sich heute jung und alt um unsere Krone versammelt hat. Dieses vollzählige Erscheinen bekräftigt dieses Fest das fortbestehen soll. Es wäre zu wünschen dass der Drang für das Weiterbestehen dieses schönen Festes in jedem Herzen wach bleibe damit es fortgepflanzt werde in die Herzen unserer Kinder und Enkelkinder. Sollten wir dies verwirklichen so erfüllen wir ein Vermächtnis unseres sächsischen Dichters, Michael Albert der uns in seinem Gedicht ermahnt:

„Deiner Sprache, deiner Sitte,
Deinen Toten bleibe treu.
Steh in deines Volkes Mitte,
Was sein Schicksal immer sei.“

Gott der Herr möge uns die Kraft und den Mut dazu geben.


Es folgt das Lied „Siebenbürgen Land des Segens.

Bilder vom Kronenfest aus Kleinschenk

Mitglied werden

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Liebe Kleinschenker,

Die Heimatortsgemeinschaft (HOG) Kleinschenk wurde 1991 gegründet, um gemeinsam die landsmannschaftliche Verbundenheit der  Kleinschenker sowie deren Nachkommen zu pflegen und zu fördern. Die HOG verfolgt gemeinnützige Ziele zum Wohle unserer Heimat und ihrer Menschen. Unsere Ziele sind die Dokumentation des Lebens und der Leistung unserer Siebenbürgischen Heimatgemeinde in all ihren Formen und Ausprägungen sowie deren Veröffentlichung in Ortmonographien, Genealogischen Büchern und Bildbändern. Wir wollen die Pflege unserer Heimatkirche und  unseres Friedhofes in Kleinschenk unterstützen und bedürftige Einzelpersonen im Rahmen unserer Möglichkeiten Hilfe gewährleisten.
 
Für eine effektive Arbeit der „HOG Kleinschenk“ ist es wichtig, dass möglichst viele mit Kleinschenk verbundene Personen als Mitglieder der HOG beitreten und ihren Möglichkeiten entsprechend einen aktiven Beitrag im Rahmen der verschiedenen Aktivitäten leisten.
HOG-Mitglied ist jeder, der den aktuellen Jahres-Mitgliedsbeitrag mit dem Verwendungszweck „HOG Mitgliedsbeitrag“ auf das  Konto der HOG Kleinschenk überweist
Wichtig: Ihr erleichtert uns die Arbeit sehr, wenn Ihr dafür die Einzugsermächtigung unten verwendet und stellt damit auch sicher, dass die Überweisung nicht vergessen wird! Und nur als HOG-Mitglied seid Ihr auch bei den Wahlen stimmberechtigt und könnt so die HOG aktiv mitgestalten.

Alle HOG-Mitglieder und selbstverständlich auch Spender, die nicht Mitglied sind, erhalten die „Kleinschenker Nachrichten„. Mitgliedern die seit längerer Zeit keine Spende oder Beitrag überwiesen haben, können die „Kleinschenker Nachrichten“ aus finanziellen Gründen nicht mehr zugeschickt werden, was wir auch sehr bedauern. Sollten diese demnächst eine Spende auf unser Konto überweisen, werden wir ihnen gerne unser Nachrichtenblatt wieder zustellen.

Beim Verbuchen von Geldeingängen gibt es immer wieder Schwierigkeiten, weil auf den Überweisungsscheinen nötige Angaben fehlen: Bitte schreibt Euren vollständigen Namen und den Wohnort; ebenso ist es wichtig, den Zweck, dem die Spende zugeführt werden soll, anzugeben, z. B. „Mitgliedsbeitrag 2012„, „Zur freien Verfügung„, „Friedhof„, „Familienforschung“ oder „Kirche“ …

Wir bitten Euch für unsere HOG, unter Euren Verwandten und Freunden und besonders unter den jüngeren Landsleuten, Ihren Kindern und Kindeskindern zu werben. Unsere Heimatgemeinschaft ist und soll ein lebendiges Forum der Kleinschenker sein und bleiben und dazu brauchen wir junge Mitglieder. Die aktive Präsenz möglichst vieler Landsleute und besonders der Jüngeren ist uns ein großes Anliegen!

HOG Einzugsermaechtigung Familie

Wenn Ihr uns unterstützen wollt, bitte lest die Geschäftsordnung, füllt dieses Formular leserlich aus und schickt es unterschrieben an mitgliedschaft(.,äd.,)kleinschenk.de oder per Post an folgende Adresse:  

Gretel Theil
Schongauer Str. 87

86983 Lechbruck
Tel: 08862/8408

Der Vorstand der
HOG Kleinschenk

   

 

Wir freuen uns sehr Euch oder Dich begrüssen und aufnehmen zu dürfen!

 

Das Siebenbürgenlied

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Der Text stammt von dem Schriftsteller und Sprachforscher Maximilian Leopold Moltke (1819–1894) und war ursprünglich ein Gedicht mit dem Titel „Siebenbürgen, Land des Segens“. Zum Lied wurde das Gedicht erst durch die Vertonung (um 1848) von Johann Lukas Hedwig (* 5. August 1802 in Heldsdorf bei Kronstadt (Siebenbürgen); † 8. Januar 1849 an Typhus auf dem Rückzug von der Schlacht bei Honigberg). Es ist ein Lobgesang auf die Landschaften, Menschen und Geschichte Siebenbürgens.

Hedwig schrieb die Melodie ursprünglich allerdings nicht für das Gedicht Moltkes, sondern für einen Festgesang zur 300-Jahr-Feier des 1545 von Apollonia Hirscher erbauten Kronstädter Kaufhauses am 28. Oktober 1845. Das Original mit der Handschrift Hedwigs befindet sich heute im Archiv der Kirchengemeinde in Heldsdorf. Das Siebenbürgenlied wird jedoch nicht so gesungen, wie Hedwig es vorschrieb. Auch werden nur die erste, zweite und siebte Strophe gesungen, weil das Absingen des ganzen Liedes zu lange dauern würde. Fehlerhaft werden außerdem oft die beiden letzten Worte des Liedes verstanden: der Eintracht Band. Moltke richtete diesen Verbrüderungsaufruf 1846 an alle Völker Siebenbürgens. Die Ungarn und Rumänen haben sich das Lied jedoch nie zu Eigen gemacht, und so meinen die Siebenbürger Sachsen beim Singen oft nur die Einheit unter sich selbst. Verdreht wird auch gerne der letzte Vers und um alle deine Söhne. Hier heißt es gesungen meist eher und um alle Sachsensöhne, was die anderen Völker Siebenbürgens bewusst ausschließt.

 

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Kleinschenker Heimatbuch

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Die Ortsmonographie über Kleinschenk präsentiert die Entwicklungsgeschichte des Ortes eingebunden in die allgemeine Geschichte Siebenbürgens.

Das Buch ist sowohl für die ältere als auch für die jüngere Generation, für Kleinschenker wie für Landsleute anderer Ortschaften empfehlenswert. Die Entwicklungsgeschichte des Ortes ist in die allgemeine Geschichte Siebenbürgens eingebunden  Diese Homepage kann das Kleinschenker Heimatbuch nicht ersetzen! In der Ortsmonographie findet ihr: mehr Details, mehr Fotos, mehr Geschichte und mehr Schicksale.

Für eine Leseprobe klickt bitte das Bild des Buches an.

Bei Fragen zu dem Buch steht Euch Gretel Theil, Tel. 08862/8408 , gerne zur Verfügung!

Der Bezugspreis des Heimatbuches beträgt z.Z. 20 € zuzüglich Versandkosten.

Um zu bestellen, schickt bitte eine Email an vorstand(.,äd.,)kleinschenk.de mit Angabe von:

Name, Vorname                                                         
Straße/Hausnr.  
PLZ    
Ort
Telefon
Emailadresse

Dieses Kleinschenker Heimatbuch wird vor allen anderen die Kleinschenker selbst interessieren und wendet sich hauptsächlich an sie, aber wir müssen daneben bedenken, daß es in eine Reihe übriger siebenbürgischer Heimatbücher gehört. Das bedeutet, daß wir mit Dingen, die für alle siebenbürgisch-sächsischen Dörfer gültig sind oder waren, nur wenig in den Vordergrund zu treten haben und mehr das für Kleinschenk Typische hervorheben müssen, um Wiederholungen zu vermeiden. Andererseits haben wir aber doch darauf zu achten, daß ein solches Buch auch Leute in die Hand nehmen werden, die sich für Siebenbürgen oder einen größeren Zusammenhang interessieren, so daß wir es nicht nur für die Kleinschenker zusammenzustellen und somit auch unter diesem Gesichtspunkt auszuwählen und Nebensächlichkeiten auszusondern hatten.

Sinn und Zweck der Heimatbücher ist, das Leben in unseren Heimatorten nicht völlig in Vergessenheit geraten zu lassen. Alle, die noch daran teilnahmen, werden sich gerne daran erinnern und den späteren Nachkommen wird es hoffentlich noch etwas bedeuten, sich in die Lage ihrer Eltern und Voreltern zurückzuversetzen. Dieses alles schriftlich festzuhalten wurde durch die Auswanderung fast aller Siebenbürger Sachsen nach Deutschland eine dringende Aufgabe, denn heute wissen viele, vor allem die älteren Leute, noch manches, wonach man die nächste Generation umsonst fragen wird. Die Erinnerung an unsere siebenbürigsche Heimat sollte nicht vorschnell abreißen. Wir haben viel verloren und sollten wenigstens in unserem Bewußtsein einige geistige Werte behalten.

Wir wollen an dieser Stelle allen danken, die zur Entstehung dieses Buches beigetragen haben. Die Verfasser einzelner Beiträge werden im Text namentlich angegeben. Am meisten hat sich Frau Maria Wagner (Klosterreichenbach) beim Sammeln und Verfassen von Beiträgen eingesetzt. Bei der Durchsicht der Manuskripte und teilweisen Neugestaltung der Texte hat Herr Prof. Dr. Hermann Binder (Rastatt) mitgeholfen. Das fertige Manuskript wurde von Eckhard Binder (Sulzbach) in den Computer eingegeben und bearbeitet.

Die zusammengetragenen Wissensinhalte können bestimmt noch Ergänzungen vertragen, aber ein Warten darauf hätte die Herausgabe hinauszögert, und ergänzende Beiträge können doch noch gelegentlich in den „Kleinschenker Nachrichten“ Platz finden. Eine zweite verbesserte Auflage dieses Buches wird es wohl nie geben. Wir bitten um eine wohlwollende Aufnahme und einige Nachsicht.

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Archiv

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Unsere alte Homepage erreicht ihr unter alt.kleinschenk.de

 

Sommerfest rund um die Kleinschenker Kirchenburg 2010




Nachbarschaft im Netz Dezember 2009

Feststellungen zum 13. Kleinschenker Treffen 2009

Kleinschenker Treffen 2009

Sommerferien – Familienfest 2009 in Weilheim

Ostern 2009

Zusammenarbeit im Vorstand


Sommerfest 2008 in Kleinschenk

Vorstandssitzung März 2008


Das 12. Kleinschenker Treffen

Nachlese zum Kleinschenker Treffen 2007

Carmen’s Bericht zum Verein CONTRAFORT PRO KLEINSCHENK/CINCSOR und Antrag auf Vereinsmitgliedschaft

Veröffentlicht unter Archiv

Anregungen, Kritik

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Liebe Besucher,

sollte Euch unsere Homepage gefallen (oder auch nicht!) und Ihr wollt uns das kundtun, dann würden wir uns über jede ernstgemeinte Nachricht freuen.

Die Homepage wird sich den Bedürfnissen eurer Wünsche anpassen. Jede(r), die/der eigene Beiträge aufnehmen lassen möchte, kann uns Unterlagen zuschicken. Soweit sie mit den Zielen der HOG-Kleinschenk übereinstimmen, werden wir sie veröffentlichen. Ein Anspruch auf ‚Veröffentlichung‘ besteht jedoch nicht.
 
Ein dringender Wunsch: Bitte nur Beiträge zuschicken, die als DATEI an einer Email angehängt sind! – Und wenn jemand einmal einige Tage vergebens darauf wartet, sich mit seinem Beitrag im Internet wiederzufinden, so bitten wir um Nachsicht. Wir machen dieses alles nur in unserer freien Zeit und die ist an manchen Tagen eben nicht so großzügig bemessen. Danke für Euer Verständnis.

Sende uns eine Email

Familienforschung Allgemein

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Liebe Landsleute,

eines der Ziele unserer HOG ist die Unterstützung der Genealogischen Forschung, auch noch Familien- oder Ahnenforschung genannt.

Die Familienforschung, beschäftigt sich mit der Erforschung der Abstammungsverhältnisse, sie ermittelt und dokumentiert die Ahnen und deren Verwandtschaftsverhältnisse. Sie geht den Spuren unserer Vorfahren und Stammesväter in gedruckten und ungedruckten Quellen nach. Sie versucht Namen, Lebensdaten und -umstände möglichst umfassend zu erforschen.

Durch Genealogische  Forschung  wird eine gefühlsmäßige Verbindung zwischen den Generationen gebildet. Genealogische  Forschung im Sinne der HOG, dient einzig und allein dem Zweck der Erforschung und Dokumentation Kleinschenker Familien und ihrer Vorfahren. Ihre Daten werden von uns ausschließlich zu oben genanntem Zweck verwendet, und werden selbstverständlich vertraulich behandelt.

Deutsches Kind! Was mußt du vom Auslanddeutschtum wissen?
von A. Stein, mit einem Geleitwort von Dr. h.c. Adenauer. Gilde-Verlag GmbH Köln, 1930. „Die staatsbürgerliche Schriftenreihe“ Nr. 7.

Die Siebenbürger Sachsen, Seiten 48-52. (PDF zum herunterladen)

 

 

Zur Vervollständigung des Familienstammbaumes bis auf 6 Generationen zurück, bitten wir Euch bei Interesse das obere Formblatt leserlich auszufüllen und an genealogie@kleinschenk.de bzw. an folgende Adresse zu schicken:

Guido Frank
Quittenweg 8

86169 Augsburg
Tel: (0821) 702930

 

Der Vorstand der
HOG
Kleinschenk


Diese Daten werden unter Einhaltung des Bundesdatenschutz-Gesetzes BDSG,
für die HOG Kleinschenk zum Zweck der genealogischen Forschung gespeichert.

Heimatortsgemeinschaft (HOG) Kleinschenk

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Hier in der neuen Heimat bewegte uns der Gedanke, uns irgendwie zusammenzuschließen. Der Aufruf, eine Heimatortsgemeinschaft (HOG) zu gründen, war das Richtige, obwohl es nicht gleich klappte. 1986 fand das erste Kleinschenker Treffen statt, obwohl damals noch viele Landsleute in Kleinschenk lebten. Ein tiefes Gefühl der Zusammengehörigkeit hatte die ausgesiedelten Kleinschenker aus ganz Deutschland und dem Ausland veranlasst, sich am Treffen zu beteiligen.

Die Heimatortsgemeinschaft Kleinschenk, geleitet von einem Vorstand, wurde 1991 gegründet und hat sich die Aufgabe gesetzt, alle Kleinschenker, ob in Deutschland oder Siebenbürgen, zu betreuen, solange das nötig ist. Jedes zweite Jahr wird ein Heimattreffen organisiert. Zur Dokumentation unseres Heimatortes und seiner Geschichte wurde ein Heimatbuch erstellt. Das Buch von hohem Stellenwert ist ein Nachschlagewerk für alle Kleinschenker und Freunde von Kleinschenk. Mit dem Kauf dieses Buches unterstützen Sie die notwendigen Renovierungsarbeiten an der Kirchenburg in Kleinschenk (kann beim ersten Sprecher bestellt werden). Ebenso ist die HOG bemüht, siebenbürgisch-sächsische Kultur zu sichern und zu erhalten. Das Heimatblatt „Kleinschenker Nachrichten“ erscheint einmal im Jahr und informiert über Tätigkeiten der HOG Kleinschenk sowie über das Geschehen in Siebenbürgen.

Sprecher der HOG Kleinschenk

Gretel Theil  
1. Vorsitzende, Redaktion „Kleinschenker Nachrichten“
86983 Lechbruck am See
Tel. 08862/8408
E-Mail: vorstand(.,äd.,)kleinschenk.de

Doris Wagner-Ziegler
Stellvertretende Vorsitzende
71139 Ehningen
Tel. 07034/251017
E-Mail: vorstand(.,äd.,)kleinschenk.de

Edwin Balthes
Kassenwart
90455 Nürnberg

E-Mail: vorstand(.,äd.,)kleinschenk.de

Marlene Zikeli
Schriftführerin
89278 Nersingen-Straß
Tel. 07308-9294545
E-Mail: vorstand(.,äd.,)kleinschenk.de

Bankverbindung der HOG
HOG Kleinschenk
Sparkasse INGOLSTADT
IBAN  DE76 7215 0000 0050 5230 67
BIC    BYLADEM1ING


Der Vorstand der
HOG Kleinschenk

 


GESCHÄFTSORDNUNG

Die Heimatortsgemeinschaft Kleinschenk (im weiteren genannt HOG Kleinschenk ) ist entsprechend § 5 Pkt. 3 der Satzung des Verbandes der Siebenbürgisch-Sächsischen Heimatortsgemeinschaften e.V. eine Ortsgemeinschaft.

Ihre Mitglieder setzen sich aus allen Kleinschenker Ortmitgliedern und den dazugehörenden Angehörigen zusammen.

Gemeinschaftszweck ist die gemeinsame Heimatpflege und Heimatkunde sowie die gemeinsame Bewahrung des kulturellen Erbes der Siebenbürger Sachsen, insbesondere die Sicherung und Erhaltung des siebenbürgisch-sächsischen Kulturgutes, dessen Grundlage und Werte, gerade in einem erweiterten Europa, als Beispiel jahrhunderte langen nachbarschaftlichen Zusammenlebens verschiedener Ethnien vermittelt und weitergegeben werden soll.

Die HOG Kleinschenk ist selbstlos tätig und verfolgt nicht in erster Linie eigenwirtschaftliche Zwecke. Die HOG Kleinschenk ist, politisch ungebunden und verfolgt weder unmittelbar noch mittelbar politische Ziele. Die HOG Kleinschenk versteht sich als Gemeinschaft, die in den neuen Ansiedlungsgebieten der Mitglieder entstanden ist.

Ziele der Gemeinschaft

  • Pflege und Erhalt des Brauchtums und der Tradition die in örtlichen nachbarschaftlichen Gemeinschaften Siebenbürgens entstanden sind und wenn möglich an zukünftige Generationen weiterzugeben.

  • Förderung der Jugendarbeit in der HOG-Sammlung von Spenden zur Erfüllung der Gemeinschaftsaufgaben.

  • Dokumentation des Lebens und der Leistung unserer Siebenbürgischen Heimatgemeinde in all ihren Formen und Ausprägungen sowie deren Veröffentlichung in Ortmonographien, Genealogischen Büchern und Bildbändern.

  • Mitwirken bei Erhalt, Betreuung und Pflege von Bauten, Kirchen und Friedhöfen im Heimatort.

Erwerb der Mitgliedschaft

Voraussetzung für den Erwerb der Mitgliedschaft ist die Anerkennung der Geschäftsordnung der HOG Kleinschenk. HOG-Mitglied ist jeder, der den aktuellen Jahres-Mitgliedsbeitrag mit dem Verwendungszweck „HOG Mitgliedsbeitrag“ auf das  Konto der HOG Kleinschenk überweist. Nur als HOG-Mitglied ist man bei den Wahlen stimmberechtigt und kann so die HOG aktiv mitgestalten.
Jedes Mitglied ist verpflichtet, die Mitgliedsbeiträge, die von der Mitgliederversammlung bestimmt werden, zu entrichten.

Mit dem Austritt, Tod oder dem Ausschluss erlöschen alle mit der Mitgliedschaft verbundenen Rechte und Pflichten, die sich aus der HOG -Tätigkeit ergeben.

Beiträge

Höhe und Fälligkeit der Mitgliedsbeiträge werden auf Vorschlag des Vorstandes von der Mitgliederversammlung geregelt. Gleiches gilt für die Bemessungsgrundlage der zu erhebenden Beiträge. Über alle Einnahmen und Ausgaben ist vom Kassenwart genauestens Buch zu führen.

Vermögen

Das erwirtschaftete Vermögen der HOG Kleinschenk ist ihr alleiniges Eigentum und darf von übergeordneten Organen weder vereinnahmt noch ohne Zustimmung des Vorstandes genutzt werden. Das Vermögen ist in einem Inventurverzeichnis festzuhalten. Die finanziellen Aktivitäten werden einmal im Jahr von den beiden Kassenprüfern überprüft. Das Prüfungsergebnis muss schriftlich festgehalten werden und in der Mitgliederversammlung bekannt gegeben werden.

Vereinsorgane der HOG Kleinschenk sind:

  1. die Mitgliederversammlung,
  2. der Vorstand,
  3. der erweiterte Vorstand.

Vorstand

  1. Der Vorstand der HOG Kleinschenk besteht aus einem Vorsitzenden, einem Stellvertreter, dem Kassenwart und dem Schriftführer. Der Vorstand ist ehrenamtlich tätig.

  2. Der Vorstand führt die Geschäfte der HOG im Rahmen dieser Geschäftsordnung und der Beschlüsse der Mitgliederversammlung nach billigem Ermessen und der Sorgfaltspflicht eines ordentlichen Kaufmanns.

  3. Der Vorstand wird von der Mitgliederversammlung aus der Mitte der Mitglieder auf die Dauer von vier Jahren gewählt.

  4. Der Vorstand ist beschlussfähig wenn mindestens drei seiner Mitglieder anwesend sind. Bei der Beschlussfassung entscheidet die Mehrheit der abgegebenen und gültigen Stimmen; bei Stimmengleichheit entscheidet die Stimme des Vorsitzenden. Der Vorstand kann auch im schriftlichen, fernmündlichen oder einem sonstigen geeigneten elektronischen Umlaufverfahren beschließen, wenn alle Vorstandsmitglieder dieser Art der Beschlussfassung zustimmen.

  5. Der erweiterte Vorstand besteht aus zwei Kassenprüfern, einem oder zwei Ersatzkassenprüfern, einem Kulturreferenten der auch für neue Medien zuständig ist, Referenten zuständig für die Erstellung und Redaktion der „Kleinschenker Nachrichten“ sowie Beisitzern. Der erweiterte Vorstand ist ehrenamtlich tätig und wird von der  Mitgliederversammlung aus der Mitte der Mitglieder auf die Dauer von vier Jahren gewählt.

Auflösung/Liquidation

  1. Über die Auflösung der HOG Kleinschenk kann nur in einer zu diesem Zweck besonders einberufenen Mitgliederversammlung beschlossen werden. Ein Auflösungsbeschluss bedarf einer Stimmenmehrheit von 75 % der abgegebenen gültigen Stimmen.

  2. Im Falle der Beschlussunfähigkeit findet zwei Stunden nach der einberufenen Mitgliederversammlung am gleichen Versammlungsort eine zweite Mitgliederversammlung mit identischer Tagesordnung statt. Diese Wiederholungsveranstaltung ist ohne Rücksicht auf die Zahl der erschienenen Mitglieder beschlussfähig.

  3. Im Falle der Auflösung der HOG Kleinschenk erfolgt die Liquidation durch den Vorstand als Liquidator, falls die Mitgliederversammlung nichts anderes beschließt.

Garching b. München
16. Oktober 2005

Der HOG Vorstand Kleinschenk

Grüss Gott und herzlich willkommen

Hervorgehoben

Ät fraut es dåt er sid kunn

In Siebenbürgen lebten und leben seit vielen Jahrhunderten Ungarn, Rumänen, Sachsen und andere kleinere ethnische Gruppen miteinander, und schon deshalb nimmt Siebenbürgen einen sprachlich, religiös und kulturell besonderen Platz in Europa ein.“ HOG Wasserzeichen

Geschichtlicher Überblick

Urkundlich wird Kleinschenk 1329 wegen der Erhebung von Steuern erwähnt; im Ort lebten damals 27 Wirte. Kleinschenk wurde auf der Siebenbürgenkarte (1532) von Honterus eingezeichnet. Eine weitere wichtige Urkunde ist eine Liste der Pfarrer (Series pastorum), die von 1537 bis 1989 in Kleinschenk gewirkt haben.

Kleinschenk - Geografische Lage

Wegen ihrer Lage an der Hauptstraße, die aus dem Alttal ins Harbachtal führt, hatte die Gemeinde oft unter Übergriffen durchziehender Heere zu leiden: in der Türkenzeit wurde Kleinschenk mehrmals niedergebrannt. Im Jahre 1488 wurden nur 18 Hauswirte im Ort verzeichnet.

Die feste Wehrung mit vier Wehrtürmen und einer Kirche in der Mitte bot der Bevölkerung Schutz innerhalb ihrer Mauern. In den Ringmauern, die nach Süden doppelt waren, hatte jeder Hof seine Fruchtstelle, wo Korn, sonstiges Getreide und Lebensmittel aufbewahrt wurden. Kleinschenk ist nie von Leibeigenschaft betroffen gewesen.

Am Altfluss entlang zieht sich der Alt-Höhenzug hin, an dessen Hängen die Kleinschenker Bauern Weingärten anbauten. Auf die kostbaren Trauben und den guten Wein waren die Bewohner recht stolz, da sie in der Umgebung mit ihrem Weinbau an erster Stelle standen. Die im Tal gelegene Gemeinde litt oft unter Überschwemmungen: Wenn das Wasser im Alt anstieg und der Großschenker Fluss nicht abfließen konnte, ergossen sich die Fluten auf die Felder – und wenn es schlimm war – sogar bis ins Dorf.

Nach alter Überlieferung waren früher keine Rumänen im Ort ansässig. Sie kamen im Sommer als Hirten, wohnten am Rande des Dorfes in einem Haus, das der Gemeinde gehörte, und verließen den Ort im Herbst wieder. Im 18. Jahrhundert, nachdem eine rumänische Kirche errichtet worden war, blieben sie im Dorf und wurden ansässig. Es ist bekannt, dass sie auch einen Lehrer hatten und eine Schule, die aus einem Raum bestand. In den dreißiger Jahren dieses Jahrhunderts wurde die sogenannte Staatsschule gebaut, wobei die gesamte Bürgergemeinde mithalf. Nach und nach ließen sich auch Zigeuner am Dorfrand nieder. Die beiden Weltkriege trafen die Kleinschenker Sachsen schwer. 1939 zählte die Gemeinde 581 Sachsen. Ein wahrer Todesstoß bedeutete die Verschleppung von 100 Frauen und Männern aus Kleinschenk in die Sowjetunion; 17 davon starben.

Die Enteignung der Siebenbürger Sachsen durch das sozialistische Regime führte zu ihrer Entwurzelung in Kleinschenk. 1978 begann die Auswanderung nach Deutschland, was die Nachbarschaft und Kirchengemeinde zahlenmäßig schwächte. 1989 verließ der letzte Pfarrer die Heimatgemeinde, deren Seelenzahl heute unter 30 beträgt.

Geographische Lage

Die Gemeinde Kleinschenk liegt zwei Kilometer von der Hauptstrasse und Eisenbahnlinie entfernt, die Kronstadt und Hermannstadt verbinden, etwa auf halber Strecke zwischen den beiden Städten. Von der erwähnten Hauptstrasse zweigt eine Straße nach Norden ab, die durch Kleinschenk nach Grossschenk, Agnetheln und Mediasch führt.

Kleinschenk, rumänisch Cincşor, ungarisch Kissink, siebenbürgisch-sächsisch Kloischingk*, liegt im Kreis Kronstadt (Braşov) in Siebenbürgen, Rumänien, ungefähr 11 km Luftlinie westlich von Fogarasch. Die geografische Koordinaten sind 45°83′ nördliche Breite und 24°83′ östliche Länge.

Veröffentlicht unter HOG

Weihnachtsgruß 2025

Liebe Kleinschenkerinnen und Kleinschenker,

Advent ist die Zeit der Kerzen und der Lichter. Sie leuchten am Adventskranz, an Tannenbäumen, in unseren Fenstern und Gärten. Sie machen das Dunkel des Winters heller. Sie schenken Licht, Wärme, Trost und Hoffnung in kalter und dunkler Zeit. Licht in einer Welt, die vielfach düster, einsam und bedrohlich ist.

Der folgende Text, ist eine Einladung, selber Licht zu sein und das Leben etwas heller zu machen. Vielleicht nur zaghaft, wie eine brennende Kerze. Vielleicht mutig und unübersehbar wie ein hell leuchtender Weihnachtsbaum.

Lichtzeichen setzen

1. Ich will ein Licht anzünden, das Hoffnung schenkt!
Ein gutes Wort, ein freundliches Lächeln,
sich Zeit nehmen, für sich und für andere.
All das ist wie ein Licht, das brennt.
Und jedes Licht, das brennt, ist stärker als die Dunkelheit.

2. Ich will ein Licht anzünden, das Frieden schenkt!
Ein versöhnliches Wort,
eine zuerst ausgestreckte Hand,
der Mut, nach einem Streit den ersten Schritt zu wagen.
All das ist wie ein Licht, das brennt.
Und jedes Licht, das brennt, ist wärmer als die Kälte in uns.

3. Ich will ein Licht anzünden, das Vertrauen schenkt!
Eine Hand, die verlässlich da ist,
ein Weggefährte, der hält was er sagt,
Kollegen, die mir etwas zutrauen,
– sie sind wie ein Licht, das brennt.
Und jedes Licht, das brennt, durchbricht die Nebel des Misstrauens.

4. Ich will ein Licht anzünden, das Freude schenkt!
Ein fröhliches Lachen, eine unerwartete Überraschung,
eine kleine Geste
– sie sind wie ein Licht, das brennt.
Und jedes Licht, das brennt, macht unsere Welt freundlicher.

(Ausschnitt aus einer Andacht. Verfasser unbekannt)

Lassen wir auch unser Licht leuchten! Lassen wir unsere wahre innere Größe erstrahlen! Zünden wir nicht nur Kerzen an, sondern ebenso Lichter von Vertrauen, Tatkraft, Menschlichkeit und Frieden!
Wir wünschen Euch eine schöne Vorweihnachtszeit, gefüllt mit Freude und Gemütlichkeit, und erholsame Feiertage im Kreise Eurer Lieben.  

Liebe Grüße aus Augsburg
Bleibt gesund und passt gut auf Euch auf!

Guido Frank und Familie

Neue Altbrücke bei Voila

Liebe Kleinschenker und liebe Freunde,

es hat lange gedauert aber nun steht sie, die neue Brücke über den Alt bei Voila. Wer von Kleinschenk nach Voila fährt, sieht schon von weitem die roten Bögen.

Endlich ist Kleinschenk wieder auf direktem Wege über Voila erreichbar. Die lästigen Umfahrungen über Rucăr und Dridif sind nun Vergangenheit.

Der Vertrag für den Bau der neuen Altbrücke bei Voila wurde im Januar 2021 mit der Asociația SC Con-A SRL – SC Con-A Operations SRL – SC Drum Inserv SRL unterzeichnet.

Nachdem der Auftrag zum Baubeginn (Anfang 2021) erteilt worden war, traten Probleme auf. In der ersten Phase stritten sich die Ingenieure des Bauunternehmens und die von Hidroelectrica über ein Jahr lang über den Abriss der alten Brücke. Anschließend konnten sich die Spezialisten des Bauunternehmens und des Planers nicht über das Fundament einigen. Das Bauunternehmen argumentierte, dass neue Fundamente notwendig seien, der Planer war der Meinung, dass die vorhandenen Fundamente konsolidiert werden könnten. In der ersten Phase einigte man sich auf die Konsolidierung der Fundamente der Masten, doch nachdem die Brücke abgerissen und ihr Zustand überprüft worden war, kamen die Experten zu dem Schluss, dass ein Neubau der Fundamente die beste Lösung sein.

Die alte Brücke von Voila, Baujahr 1956, hatte eine Länge von 60,78 Metern und eine Breite von 5,7 Metern und war aus Beton gebaut, und hätte bereits 2006 abgerissen werden müssen, da sie die maximale Betriebsdauer um von 50 Jahren überschritten hatte.

Ende September 2023, wurde sie dann durch eine kontrollierte Explosion zerstört.

Für die kontrollierte Sprengung wurden 95 Kilogramm Dynamit verwendet und 1.200 Löcher gebohrt, um Sprengkapseln zu platzieren.

Die neue Brücke von Voila, auch NATO-Brücke genannt, wurde am Freitag, den 4. Juli 2025, eingeweiht.

Nach kurzen Ansprachen von Vertretern des Bauunternehmens, der Bürgermeisterin von Viola und des Kreisrates Kronstadt (Brașov), wurde das Band durchgeschnitten und die ersten Autos konnten die neue Brücke passieren.

Die neue Brücke ist 96 Meter lang, 13,50 Meter breit und soll eine Lebensdauer von 100 Jahren haben.

Die Brücke hat zwei Metallbögen mit einer Spannweite von jeweils 77 Metern, die vom Bauunternehmer in seiner eigenen Fabrik hergestellt und nach Fertigstellung der Fundamente montiert wurden.  Es wurden über 100 Tonnen Eisen verwendet, und es wurde eine Spezialmaschine, ein Kran mit einer Kapazität von 750 Tonnen, eingesetzt, den das Bauunternehmen mit Hilfe von 40 Lastwagen aus dem Ausland in Einzelteilen angeliefert hatte, um die beiden Bögen zu befestigen. Die Investition war mit zahlreichen Aktualisierungen und Überarbeitungen des ursprünglichen Projekts verbunden, wobei sich der Endwert auf 39.718.038 Lei einschließlich Mehrwertsteuer belief, von denen 32.242.093 Lei vom PNDL (Programul Național de Dezvoltare Locală) bereitgestellt wurden.

Die Differenz von 7.475.944 Lei wurde aus dem Budget des Kreisrats bereitgestellt.

Die Arbeiten an den Fundamenten hatten einen Wert von 11.255.552,74 Lei und wurden aus dem eigenen Haushalt des Landkreises Kronstadt finanziert.

Dem Projekt zufolge kann die neue Brücke bis zu 100 Tonnen Militärgüter transportieren, ist von strategischer Bedeutung und wird von den NATO-Truppen die in Großschenk stationiert sind, unter anderem für den Transport von Militärausrüstung genutzt, die im Bahnhof Voila entladen wird. Dafür wurde mit US-Finanzierung eine spezielle Rampe errichtet.

(Der Text wurde aus dem Internet von monitorfg.ro übernommen)

Das traurige an der ganzen Geschichte ist, dass der Bahnübergang zwischen Voila und Kleinschenk der gleiche geblieben ist. Fast vier Jahre lang war die Verbindung nach Kleinschenk unterbrochen und das rumänische Bahnunternehmen CFR hat es nicht geschafft den Bahnübergang zu reparieren. In Rumänien dauert alles einfach länger.

Guido Frank

Kleinschenker beim Trachtenumzug in Dinkelsbühl 2025

Liebe Kleinschenkerinnen und Kleinschenker,

so wie jedes Jahr werden wir auch am diesjährigen Heimattag in Dinkelsbühl beim Trachtenumzug wieder mitlaufen. Dafür rufen wir alle aus Kleinschenk und Freunde auf, die schöne Tracht anzuziehen und sich unserer Gruppe anzuschließen. Gerne eingeladen sind auch alle Zuschauer, uns beim Festumzug zu unterstützen. Der Vorstand unserer HOG hofft auf zahlreiche Trachtenträger und freut sich sehr auf ein Wiedersehen. Bitte meldet Euch bei Gretel Theil unter 08862-8408 oder per Email gretel-theil(.,äd.,)t-online.de an.

Bis Pfingstsonntag, wünscht euer Vorstand herzlichst alles Gute!

Ostergruß

Ostern 2025

In Johannes 11,25-26 sagt Jesus:
„Ich bin die Auferstehung und das Leben. Wer an mich glaubt, wird leben, auch wenn er stirbt; und jeder, der lebt und an mich glaubt, wird niemals sterben.“

Liebe Kleinschenkerinnen, liebe Kleinschenker,
das Osterfest naht in riesigen Schritten und diese Worte bieten uns eine tiefe spirituelle Zuversicht und Ermutigung.
In unserer modernen Welt, die so oft von Unsicherheit, Herausforderungen und manchmal sogar von Verzweiflung geprägt ist, kann die Botschaft von Ostern ein Leuchtturm der Hoffnung sein. Sie erinnert uns daran, dass nach jedem Ende ein neuer Anfang möglich ist und dass Veränderung und Erneuerung immer in unserer Reichweite liegen.

Aber wie können wir diese Botschaft in unser tägliches Leben integrieren? Zunächst einmal, indem wir die Bereitschaft zeigen, alte Lasten abzulegen und offen für Veränderungen zu sein. Es geht darum, die Vergangenheit als Teil unserer Geschichte zu akzeptieren, aber nicht zu erlauben, dass sie unsere Zukunft definiert. Es geht darum, Vergebung zu üben – sowohl gegenüber anderen als auch uns selbst – und dadurch Raum für neues Wachstum zu schaffen.

Lasst uns diese Osterzeit auch als Gelegenheit nutzen, um unsere Beziehungen zu pflegen und zu stärken, um mit Mitgefühl und Liebe zu handeln, selbst in Situationen, die uns herausfordern. Lasst uns die Hoffnung, die Ostern uns bringt, in die Welt tragen – durch Taten der Freundlichkeit, des Mutes und des Glaubens.

Möge diese Osterzeit für jeden von Euch eine Zeit des persönlichen Wachstums und der Erneuerung sein. Möge sie Euch ermutigen, die Schritte zu einem Neuanfang zu wagen, gestärkt durch den Glauben an die Liebe, die stärker ist als der Tod, und an die Hoffnung, die niemals enttäuscht.

In diesem Sinne, wünschen wir Euch gnadenreiche Kar- und Ostertage, den reichen Segen Gottes und viel Zeit für die Familie. Mögen die Ostertage Euch allen viel Gnade schenken, möge die Freude und die Kraft des Auferstandenen Euch erfüllen, und für Euch alle besonders erfahrbar, spürbar und erlebbar sein.

Gesegnete Ostern und passt gut auf Euch auf!
Es grüßt Euch herzlich
Guido Frank und Familie

19. Kleinschenker Treffen am 22.06.2024 in der Gaststätte Lindermayr in Haberskirch

Um 09:00 Uhr ging’s los, ganz traditionell mit Pali und Scharr wurden die Gäste empfangen.
Nachdem die HOG Vorstandsvorsitzende Gretel Theil eine kurze Begrüßungsrede gehalten hat,

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ging es um 11:00 Uhr weiter zum Gottesdienst in die Peter und Paul Kirche in Haberskirch

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Pfarrer i.R Robert Ziegler hat einen sehr schönen und emotionalen Gottesdienst mit Fahnensegnung und goldener Konfirmation abgehalten.
Für die Verstorbenen der letzten 2 Jahre wurde gedacht, gebetet und eine Kerze angezündet.

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Nach dem leckeren Mittagessen wurde Marlene Zikeli und Edwin Balthes mit der silbernen Ehrennadel für ihre ehrenamtliche Tätigkeiten in der HOG Kleinschenk durch Horst Müller vom Verband der Siebenbürger Sachsen in Deutschland geehrt.

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 Vielen Dank für soviel Zeit und Arbeit die sie für unsere Gemeinschaft investiert haben, es ist nicht selbstverständlich.

 

Nach dem Kassenbericht wurde Carmen Schuster per Video aus Kleinschenk zugeschaltet und hat ein bisschen von den Problemen und Herausforderungen in Kleinschenk berichtet.

Adelheid und Fritz aus Steingaden haben uns mit ihrer Musik und alten Liedern zum Mitsingen überrascht, schön war’s, vielen Dank.

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Am späten Nachmittag kam dann noch der Höhepunkt unser Trachtenaufmarsch.
Es waren 42 Trachtenträger, die Fläche im Saal ein bisschen zu klein und zu eng, aber wo ein Wille ist, gibts auch einen Weg, und es hat wunderbar geklappt.

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Nach dem Abendessen hat der Power Sachs Andreas für sehr gute Stimmung gesorgt, es wurde getanzt und gefeiert bis 02:00 Uhr früh.
Es war ein sehr schöner Tag mit vielen tollen Begegnungen und Gesprächen der uns wieder mal gezeigt hat dass wir Kleinschenker eine tolle lebendige Gemeinschaft pflegen ich hoffe es bleibt noch lange Jahre so.

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Kleinschenker in Dinkelsbühl 2024

„75 Jahre Gemeinschaft – Mach mit!“

Nach diesem Motto fand vom 17. bis 20. Mai 2024 der 74. Heimattag der Siebenbürger Sachsen in Dinkelsbühl statt.

Ich bin richtig stolz auf uns Kleinschenker, über 30 Trachtenträger haben mitgemacht bei dem großen Trachtenumzug mit tausenden Teilnehmern. Vielen Dank euch allen.
Es ist immer wieder aufs Neue ein überwältigendes Gefühl ein Teil dieser starken Gemeinschaft zu sein.
Das Wochenende in Dinkelsbühl ist eine Zeit voller schöner Begegnungen und ergreifenden Momenten.
Ich hoffe sehr dass wir diese Tradition beibehalten und uns noch viele Jahre in Dinkelsbühl treffen.

Anne Schuster

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Die Altbrücke bei Voila ist Vergangenheit

 

Liebe Kleinschenker, liebe Freunde,

die 70 Jahre alte Betonbogenbrücke gibt es nicht mehr.

Ich finde folgender Text passt ganz gut zum Ereignis.

„Wehmut ist…“

…ein Lied, ein Foto, ein Gedanke, 

ein kurzer Blick zurück. Sie ist eine stille Träne, die Erinnerung an vergangenes Glück. Sie bedrückt die Seele und sticht auch mal ins Herz, denn Wehmut ist ein anderes Wort für Schmerz.

M. Gugliotta 2023

Erich Göllner schrieb mir am Freitag den 22. September folgende Nachricht:

„Die Altbrücke mit der wir geboren, aufgewachsen und alt geworden sind, über die wir unzählige Male gefahren und gelaufen sind, gibt es seit heute 18:00 Uhr nicht mehr…“?.

Ja, das stimmt, denn diese Brücke gehörte einfach zu unserem Leben. Unsere Vorfahren sind noch über die hölzerne Brücke gefahren. Von der kenne ich nur noch die Holzpfosten die im Flussbett standen. Nachdem Bau des Wasserkraftwerks und das Flussbett begradigt wurde, sind die dann auch verschwunden.

Nach 70 Jahren geht ein Kapitel zu Ende das unsere Landschaft geprägt hat. In den 50-er Jahren als die Brücke gebaut wurde, sicherten Soldaten die Baustelle ab. Eine Kleinschenkerin lernte zu der Zeit ihren Mann als Soldat an dieser Brücke kennen.

An eine interessante Geschichte erinnerte sich Gerda Schoger als ich sie zu Lebzeiten mal in Augsburg besuchte.

Ihr Vater Michael Schoger war in den Jahren 1943 – 1950 Prediger in Kleinschenk. Eines Tages musste er zur Untersuchung zum Arzt. Er spann die Pferde ein und zusammen mit seiner Frau fuhren sie nach Voila. Damals noch über die alte Holzbrücke. Dadurch das sie mit dem Arzt auch gut befreundet waren, blieben sie nach der Untersuchung noch ein bisschen länger und unterhielten sich. Inzwischen wurde es dunkel und sie machten sich auf den Heimweg nach Kleinschenk. Als sie vor die Altbrücke kamen stand plötzlich ein Wachmann da und ließ sie nicht mehr rüber. Wegen Einbruchgefahr durfte keiner mehr die Brücke überqueren. Michael Schoger kam das nicht zu glauben, stieg ab von seinem Wagen und ging auf die Brücke um sich zu überzeugen. Er ging zu Fuß bis zur Mitte der Brücke und kam wieder zurück. Alles in Ordnung. In dieser Zeit hatte der Wachmann den Pferdewagen schon wieder in Richtung Voila gedreht. Während Herr Schoger mit dem Wächter herumstreitet, wieso er ihn nicht über die Brücke lässt, knallt es plötzlich und die Brücke bricht in der Mitte zusammen. Jetzt könnte man sagen, Gott sei Dank, dass er nicht rüber durfte. Aber nicht destotrotz, der nächste Tag war ein Gründonnerstag und Herr Schoger musste den Gottesdienst abhalten. Nun blieb ihm nichts anderes übrig. Er stieg auf seinen Wagen und fuhren dann über Fogarasch, Scharosch und Rohrbach wieder nach Kleinschenk, wo sie in der Früh um 7 Uhr ankamen. Und um 8 Uhr war er in der Kirche zum Frühgottesdienst. Respekt!

Hier der Bericht von „Salut Făgăraș.ro“

Spektakulärer Abriss! 

Die Brücke zwischen Voila und Cincșor wurde durch Implosion zerstört. Dutzende neugierige Einheimische wollten am Freitag den Abriss der Voila-Brücke miterleben.

Nach einer Verzögerung von 2 Jahren wurde die Brücke über den Fluss Olt auf DJ 105 zwischen Voila und Cincşor am Freitag, den 22. September, durch Implosion zerstört. 95 Kilogramm Sprengstoff wurden verwendet, um sie zu „erschießen“, und die Vorbereitungsarbeiten dauerten etwa zwei Wochen.

Sobald die Brücke abgerissen ist, muss das Unternehmen, das die neue Brücke bauen muss, Schutt aus dem Fluchtkanal des Stausees sammeln, eine Bedingung, die von Hidroelectrica auferlegt wurde, als es seine Zustimmung zum Abriss des Ziels durch Implosion gab.

In der nächsten Phase wird mit dem Bau der neuen Brücke begonnen, für die der Kreisrat von Brasov Mittel aus dem Nationalen Lokalen Entwicklungsplan erhalten hat, so die Kollegen von „Bună Ziua Brasov“.

Dem Projekt zufolge wird die neue Brücke eine Länge von 93,95 Metern haben, eine Betriebsdauer von 100 Jahren haben und ein Gewicht von 100 Tonnen tragen (beantragt vom Verteidigungsministerium, damit militärische Ausrüstung auf dieser Brücke passieren kann).

Die neue Brücke wird von der Association SC Con-A SRL – SC Con-A Operations SRL – SC Drum Inserv SRL gebaut, und der Auftrag zum Beginn der Arbeiten wurde im Januar 2021 erteilt. Seitdem wurde nach Abrisslösungen gesucht, da Hidroelectrica zunächst mit der Implosion nicht einverstanden war und argumentierte, dass sie den Fluchtkanal aus dem Stausee, der unter der Brücke verläuft, beeinträchtigt hätte. Nach fast einem Jahr genehmigte Hidroelectrica diese Lösung. In der Folge waren sich die Planer und der Bauherr nicht einig über die Fundamente der Säulen, wobei jede der beiden Parteien ihre eigene technische Lösung entwickelte. Am Ende entschied man sich für die vom Bauherrn vorgeschlagene Lösung, die die vollständige Wiederherstellung der Pfeilerfundamente vorsieht.

Nach Schätzungen des Kreisrats von Brasov werden die Arbeiten an der neuen Brücke im kommenden Herbst abgeschlossen sein, eine Frist, die von Serban Todorica, dem Präsidenten des Kreisrats von Brasov, als realistisch angesehen wird, der sagte, dass ein Großteil der Struktur der Brücke aus Metall besteht und die Komponenten seit langem auf die Baustelle gebracht werden.

 

Hier nun die schönsten Bilder von dieser spektakulären Sprengung

 

Liebe Grüße Guido Frank

 

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Impressionen aus Kleinschenk 2023

 

Liebe Kleinschenkerinnen und Kleinschenker,

Rumänien als Land wird überall in den Medien schön dargestellt. Aber wenn man im eigenen Dorf sieht, was hinter den Gärten so passiert, da fragt man sich schon wie sowas möglich sein kann.

Wie jedes Jahr im Urlaub in Kleinschenk ist der Gang zum Friedhof für mich ein Muss. 

Am 29. August war es nicht möglich vom alten zum neuen Friedhof rüber zu gehen, weil vor dem offenen Tor des alten Friedhofs 12 m Länge Baumstämme langen und den Weg zum neuen Friedhof versperrten. Die Spitzen der Baumstämme lagen schon im Zaun des Friedhofs und drohten in zu zerstören. Bei mir läuteten die Alarmglocken und ich beschwerte mich beim Friedhofpfleger. Wir gingen gemeinsam hin und schauten uns die Lage vor Ort an und machten das Tor vom alten Friedhof zu. Er machte Fotos und rief den zuständigen Förster an. Es dauerte nicht lange da war der Weg zwischen den beiden Friedhöfen wieder frei und wir waren froh, dass das Problem so schnell und ohne Schaden gelöst wurde. 7 Tage später schickt mir der Friedhofpfleger zwei Bilder und ich traute meinen Augen nicht was ich da sah. Das Tor, dass wir vor kurzem noch geschlossen hatten, war komplett zerstört. Wie kann sowas passieren?

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Und nun stellt sich die Frage, wer bezahlt das? Und wer repariert es? Denn wenn das Tor offenbleibt, werden die Kühe rein gehen die das grüne Gras suchen und wieder werden Grabsteine umgestoßen. Auch das ist Rumänien liebe Kleinschenker um nur ein Beispiel zu nennen wie es hinter den Kulissen zugeht. 

Weitere Bilder

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Straßenhunde in Kleinschenk

Strassenhunde

Ein anderes Problem das die Leute in Kleinschenk beschäftigt, sind die Straßenhunde die eine deutsche Familie einsammelt und im Hof 78 einsperrt. In wieweit die tatsächlich eingesperrt sind, weiß ich nicht, denn immer wieder sind welche auch auf der Straße vor dem Haus zu sehen.

Simona Ciuban, eine Kleinschenkerin, schreibt, „Wenn ein Haus wieder bewohnt wird, freut man sich, dass es vielleicht Menschen gibt, die einen Mehrwert für die Gemeinschaft schaffen. Wenn man erfährt, dass sie Deutsche sind, denkt man an die Ordnung und Sauberkeit in Deutschland. Wenn sie ihren Garten mit Hunden füllen, wenn sie frei auf der Straße herumlaufen, wenn sie vor dem Tor gefüttert werden, verstehen sie, dass dies das Territorium ist, das sie verteidigen müssen“. Die Leute haben einfach Angst da vorbei zu gehen, weil man nicht weiß wie sie reagieren. Ist das wirklich eine Bereicherung für die Leute in Kleinschenk?

 Liebe Grüße Guido Frank

 

Sommer in Kleinschenk!

Liebe Kleinschenker und Freunde,

wir hoffen, dass diese Einladung Euch bei bester Gesundheit und bester Stimmung erreicht. Wir freuen uns, Euch mitteilen zu können, dass wir auch in diesem Jahr ein Sommerfest in Kleinschenk veranstalten werden. Dieses Fest ist eine wunderbare Gelegenheit, um unsere Verbundenheit zu stärken und gemeinsam schöne Stunde zu verbringen.

Wann: 05. August 2023

Wo: 14:00 Uhr Gottesdienst, anschließend gehen wir gemeinsam zum Friedhof. Danach gemütliches Beisammensein im Kirchhof, bei schlechtem Wetter im Saal. Abends Tanz mit Alleinunterhalter Terbea.

Wie Euch sicherlich bekannt ist gibt es in Kleinschenk immer viel zu tun, in und um die Kirche, im Park und auf den Friedhöfen. In der Woche vom 01. bis 04. August wollen wir Euch zu einer Arbeitswoche einladen. Diese Woche bietet uns Gelegenheit, gemeinsam an Projekten und Aktivitäten in und um die Kirche, teilzunehmen, diese zu verschönern und die Gemeinschaft dadurch zu stärken.

Wir laden Euch herzlich ein, an dieser Arbeitswoche teilzunehmen und Eure Fähigkeiten, Energie und Zeit für die Erhaltung unserer Kulturgüter einzusetzen. Jeder Beitrag, sei es groß oder klein, ist von unschätzbarem Wert und trägt dazu bei, unsere Ziele zu erreiche.

Für weitere Informationen und bei Fragen stehen wir Euch gerne zur Verfügung. Wir freuen uns auf viele positive Rückmeldung und darauf, Euch zur Arbeitswoche in Kleinschenk begrüßen zu dürfen.

Euer Vorstand

Aufruf zum Trachtenumzug in Dinkelsbühl 2023

Liebe Kleinschenkerinnen und Kleinschenker,

so wie jedes Jahr werden wir auch am diesjährigen Heimattag in Dinkelsbühl beim Trachtenumzug wieder mitlaufen. Dafür rufen wir alle Kleinschenker und Freunde auf, die schöne Tracht anzuziehen und sich unserer Gruppe anzuschließen. Gerne eingeladen sind auch alle Zuschauer, uns beim Festumzug zu unterstützen.

Nach dem Trachtenumzug treffen wir uns, wie die letzten Jahre auch, in dem Gasthof zur Sonne, Weinmarkt 11 (ganz in der Nähe der Schrane).

Der Vorstand unserer HOG hofft auf zahlreiche Trachtenträger und freut sich sehr auf ein Wiedersehen.

 

Aufstellung 2023Aufstellung 2023